Schwanger im Frühling

Die Sonne wärmt immer mehr und die Vögel singen: Der Frühling kommt. Doch auf was sollten Schwangere im Lenz achten?

Noch immer ist es an einigen Orten etwas ungemütlich und nasskalt. Trotzdem sind die Zeichen eindeutig: Der Frühling kommt. Die Vögel zwitschern, die ersten Knospen sind zu sehen und auch die Sonne wärmt immer mehr. Herrlich.

Im lauen Lenz schwanger zu sein ist besonders schön. Der Babybauch verschwindet nicht unter dicken Wintermänteln und es ist auch nicht so heiß, dass jede Bewegung anstrengend ist. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, auf die Frühlings-Schwangere achten sollten.

Milde Sonnenstrahlen– ideal für Schwangere

Die Frühlingssonne ist für werdende Mütter ideal. Da es nicht zu warm ist, wird der Kreislauf nicht übermäßig belastet. Und doch tun die Sonnenstrahlen gut. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder, die in den Sommermonaten geboren wurden, eine höhere Knochendichte haben. Grund dafür ist Vitamin D, das der menschliche Körper mit Hilfe des Lichts synthetisiert. Vitamin D ist entscheidend für den Aufbau von Knochen. Frühlingsschwangere können den nötigen Vitamin-D-Spiegel leicht erreichen, in dem sie regelmäßig an der frischen Luft spazieren gehen. So tun sie nicht nur dem Baby, sondern auch sich selbst etwas Gutes, denn Bewegung ist in der Schwangerschaft wichtig.

Schwangere auf Frühlingswiese

Schwanger im Frühling (© Thinkstock)

Auch wenn die Sonne wunderbar ist – an Hautschutz sollte trotzdem geachtet werden. Lange Sonnenbäder in der Mittagssonne meiden. Gute Sonnencremes sind auch für sensible Schwangere erhältlich. Sollten Ihnen leichte Verfärbungen oder Pigmentstörungen auffallen, bitte lieber in den Schatten gehen. Und eventuell Rücksprache mit dem Hautarzt halten.

Vorsicht im Garten

Wenn sich die ersten Knospen zeigen, lockt auch langsam der Garten oder der Balkon. Es macht Spaß, die ersten Blumenzwiebeln zu kaufen, sich zu überlegen wie schön das eigene Stückchen Grün in einigen Monaten aussieht.
Schwangere sollten allerdings auf keinen Fall ohne Gartenhandschuhe in der Erde buddeln. Denn vielleicht hat dort im Winter doch Nachbars Katze ihr Geschäft verrichtet? In der Erde finden Parasiten idealen Nährboden und durch schmutzige Fingernägel könnten Sie sich Würmer oder auch Toxoplasmose zuziehen.

Bei der Gartenplanung sollte auch schon an das Baby gedacht werden. Wer mehrjährige Pflanzen einsetzt, muss sich klug machen, denn Rhododendron und einiges anderes ist zwar hübsch anzusehen, kann für Kleinkinder aber gefährlich werden, da die Blätter giftig sind.

Endlich wieder frisches Obst und Gemüse

Zum Frühling gehört neben Sonne und milden Temperaturen auch die Erweiterung des Speiseplans. Endlich wieder über den Markt schlendern, frisches Obst und Gemüse kaufen. Doch auch hier sollten Sie als Schwangere aufpassen: Frisches Obst und Gemüse immer gründlich reinigen.  Einige Experten warnen vor frischem Bärlauch, denn er steht im Verdacht, Fehlgeburten auslösen zu können. Auch bei Spinat Mangold und Fenchel sollten Sie keine größeren Mengen zu sich nehmen, da sich giftige Nitrate bilden können. In kleinen Portionen sind sie gesund  – die Menge ist entscheidend.

Auch beim Eisschlecken aufpassen

Endlich mal wieder ins Eiscafé? Natürlich können Schwangere dort lecker schlemmen. Aber leider ist Speiseeis nicht ungefährlich: Es könnte Salmonellen enthalten. Bei selbst hergestelltem Eis besser nachfragen, ob bei der Zubereitung frische Eier benutzt wurden. Und bitte kein an- oder aufgetautes Eis genießen. Ist es besonders warm, vor allem auf Softeis verzichten, denn dort können sich Salmonellen schneller einnisten als in Eiskugeln oder abgepacktem Eis. Markenspeiseeis direkt aus der Kühltruhe dürfen Sie ohne Bedenken schlecken, denn das ist streng kontrolliert.

Frühlingszeit ist Allergiezeit

Jeder fünfte Deutsche freut sich gar nicht so sehr auf den Frühling. Denn es ist auch die Zeit des Heuschnupfens. Für das Jahr 2010 erwartet die „Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst“ einen außergewöhnlich starken Pollenflug. Und Hasel-, Erlen- und Birkenpollen schwirren schon ab März durch die Luft.

Allergiker leiden bei Pollenflug unter Niesattacken, geschwollenen Augen und gereizten Schleimhäuten. Durch die Schwangerschaft verändert sich der Hormonhaushalt – und oft auch die Allergie. Wie genau, allerdings ist völlig verschieden. Bei einigen Schwangeren verschwinden die Symptome, bei anderen verschlimmern sie sich.

Medikamente – verschreibungspflichtige oder rezeptfreie – sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt genommen werden. Vor allem Nasensprays und Antihistaminika (Anti-Allergiemittel) können für das Ungeborene im ersten Schwangerschaftsdrittel besonders gefährlich werden.

Zeit für den Frühjahrsputz?

Ein Blick aus dem Fenster zeigt im Frühling: Es ist Zeit zum Putzen. damit die Sonnenstrahlen auch wirklich in die Wohnung kommen können. Doch auch beim Frühjahrsputz sollen Schwangere aufpassen. Auf keinen Fall schwere Möbel rücken! Auch von scharfen Reinigungsmitteln – etwa Ofenreiniger – sollten werdende Mütter lieber die Finger lassen. Die Ausdünstungen sind vor allem in der Frühschwangerschaft ungesund.

Frühlingsgefühle mit dem Liebsten erleben

Die milde Wärme, das frische Grün und die milde Luft wecken Lebensfreude. Jetzt ist die ideale Zeit, noch einmal einen wunderbaren Urlaub als Paar zu verbringen, denn ist weder zu warm noch zu kalt. Der Körper setzt jetzt verstärkt das Glückshormon Serotonin frei – also ideal, um gemeinsam mit dem Partner Frühlingsgefühle auszuleben. Genießen Sie die Schwangerschaft und freuen Sie sich gemeinsam auf die aufregende Zeit die auf Sie zukommt.

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