Ernährung bei Neurodermitis

Eine spezielle Neurodermitis-Diät gibt es zwar nicht, aber es kann helfen, auf Nahrungsmittel wie Nüsse, Fisch und Hühnerei zu verzichten.

Die Stillzeit
Stillen ist die beste Ernährung für Säuglinge, auch zur Vorbeugung der Entstehung von Neurodermitis. Es sollte in Familien mit Allergiebelastung wenn möglich mindestens vier, besser aber sechs Monate ausschließlich gestillt werden; wenn das nicht möglich ist, sollte Babynahrung mit dem Zusatz HA (=“hypoallergen“) verwendet werden.
Allergie auf Muttermilch
Muttermilch löst keine Allergie aus. Es kann aber sein, dass die stillende Mutter Stoffe mit der Nahrung oder Medikamente zu sich nimmt, die in die Milch übergehen und beim Säugling zu Reaktionen führen können, beispielsweise Kuhmilch oder Zitrussäfte.
bei Neurodermitis auf hochallergene Nahrungsmittel verzichten

vitaminreiche Ernährung in der Stillzeit (© panthermedia.net, Robert Milek)

Die Ernährung der stillenden Mutter

In der Stillzeit benötigt der Körper viel Energie, es sollte also auf eine  Gewichtsreduktion während der Stillzeit verzichtet werden und auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung geachtet werden. Vermeiden Sie aber hochalllergene Nahrungsmitel wie zum Beispiel Kuhmilch, Fisch, Meeresfrüchte, Nüsse oder rohes Hühnerei.
Nach dem 6. Monat
Nach dem sechsten Lebensmonat kann man Beikost anbieten. Geben Sie neue Nahrung einzeln und im Abstand von mehreren Tagen, damit Sie sehen, ob Ihr Kind das neue Lebensmittel verträgt.
Im ersten Lebensjahr sollte Ihr Kind keine Kuhmilch erhalten, achten Sie aber auf ausreichende Calciumzufuhr; zum Beispiel durch kalziumreiches Mineralwasser. Hochallergene Nahrungsmittel wie Fisch, Eier, Nuss und Zitrusfrüchte sollte man erst nach dem ersten Geburtstag anbieten.
Ab dem ersten Lebensjahr
Es gibt keine generelle Neurodermitis-Diät, achten Sie aber besonders auf Unverträglichkeiten und besprechen Sie die Ernährung mit Ihrem Kinderarzt. Sinnvoll ist es, die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel auf die Haut zu beobachten, z.B. Zitrusfrüchte, Obstsäfte und Gewürze.
Auch eine ausreichende Menge an Flüssigkeitszufuhr spielt eine wichtige Rolle, da die Schweißabgabe bei Neurodermitis gestört ist.

© www.kinderarzt.at by Dr. Peter VoitlDr. Peter Voitl

 

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