Abnehmen nach der Geburt – schnell wieder schlank

Nach der Geburt haben viele Frauen ein dickes Problem: Die Hosen vom letzten Jahr kneifen und die Umstandshosen schlabbern. Hilfe! Was tun?

Das Baby ist da – wie schön! In den ersten Wochen nach der Geburt überwiegt die Freude und doch ist da schon ein leiser Gedanke, der immer lauter wird: „Wie siehst du denn aus?“ flüstert die kleine fiese Stimme.
Wo vor kurzem noch ein praller runder Babybauch war, ist jetzt noch ein runder Bauch. Nicht mehr prall und irgendwie auch gar nicht schön.

Abnehmen nach der Geburt

Abnehmen nach der Geburt (© Thinkstock)

Das Sommerwetter bringt das Grauen an den Tag: Nichts passt mehr. Die Umstandshosen mit den praktischen Gummizügen schlabbern und die kurzen Hosen vom letzen Jahr? Eingelaufen sind die nicht.

Viele Frauen haben nach der Geburt Extrapfunde

Die meisten Frauen sind mit ihrem Aussehen nach der Geburt nicht zufrieden. Sicher, die Supermodels Heidi Klum und Claudia Schiffer sind sofort wieder in alter Topform. Aber es ist nun einmal ganz normal, in einer Schwangerschaft an Gewicht zu zulegen. Es ist sogar notwendig, denn der mütterliche Körper musste nun einmal ein Baby versorgen. So lagert der Körper zum Beispiel viel Flüssigkeit ein, die für den zusätzlichen Bedarf von Plazenta und Kind nötig sind. Nach der Geburt verschwinden meist Wassereinlagerungen.

Das Stillen und Versorgen des Neugeborenen bewirken häufig einen zusätzlichen Gewichtsverlust. Das kann sehr schnell die Kilos purzeln lassen. Aber oft tut es das nicht. „Etwa die Hälfte aller Frauen verliert das zugenommene Gewicht jedoch nicht so schnell“, sagt Professor Peter Sawicki, Leiter des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Schnelles Abnehmen ist ungesund für Mutter und Kind

Alle frischgebackenen Mütter, die über ihren Körper stöhnen, bekommen meist mitleidige Blicke. Und kluge Ratschläge. „Neun Monate kommt der Bauch, neun Monate geht er. So ist das“, erklärt die Großtante. Sport treiben? Mit Neugeborenen? Da wird heftig der Kopf geschüttelt. Und etwas von giftiger Muttermilch gemurmelt.

Tatsächlich gibt es keine universellen Tipps, wie Frauen möglichst schnell die Pfunde wieder loswerden. Denn das sollten sie nicht. Darin sind sich Experten einig. Die Muttermilch kann zwar nicht giftig werden, aber unter Stress versiegt die Quelle. Und es werden Stoffwechselprodukte freigesetzt, die tatsächlich keinen guten Einfluss auf die Milch haben. Der mütterliche Körper ist durch Schwangerschaft und Geburt so beansprucht, dass alle Radikaldiäten schwere Schäden verursachen könnten.

Auch Sport ist keine Lösung. Forschungen haben bewiesen, dass ein anstrengendes Übungsprogramm nach der Geburt nicht dazu führt, dass das Gewicht schneller verschwindet. Wichtig, so Sawicki, ist es aber trotzdem, dass Mütter sich um die eigene Gesundheit und Fitness kümmern. Eine natürliche, abwechslungsreiche Mischkost, viel Obst und Gemüse und etwa zwei bis drei Liter am Tag trinken ist der Schlüssel zum körperlichen Wohlbefinden.

Tipps und Tricks um wieder in Form zu kommen und sich wohl zu fühlen

Viel Bewegung an der frischen Luft – lange ausgedehnte Spaziergänge mit dem Kinderwagen, Schwimmen und Radfahren empfehlen die Experten. Wichtig ist, dass die Mütter versuchen sollten, sich feste Termine zu setzten. Einmal in der Woche zum Babyturnen? Dann klappt auch einmal in der Woche Power-Walking im Park – wenn Sie es sich vornehmen.
Wenn das Baby noch sehr klein ist, haben Mütter oft das Gefühl, nur noch Schokolade essen zu können. Den für so einen Happen reicht die Zeit. Wie aber Kochen? Und selbst wenn das mit einer Hand gelingt – kaum sitzt Mama am Tisch, schreit das Baby los. Bitten Sie Ihren Partner, dass er mindestens so lange mit dem Baby spielt, dass Sie einmal am Tag in Ruhe essen können. Möglichst direkt nach dem Stillen.

Es hilft auch, wenn man einmal in der Woche einen Großeinkauf macht. Tipp: Einen Essensplan für die ganze Woche machen. So müssen Sie nicht täglich Grübeln, was Sie zubereiten sollen. Auch gut: Die doppelte Menge kochen und danach eine Hälfte einfrieren. Schon haben Sie ein schnelles leckeres Gericht im Kühlfach.

Gerade im Sommer können Sie sich mit Melone, Apfelstücken und Nektarinen leckere kleine gesunde Snacks bereithalten. Lust auf Knabbern? Kirsch-Bananensaft in den Eiswürfelcontainer füllen. Hat wenig Kalorien und schmeckt.

Eines der Geheimnisse vieler guter Ernährungsumstellungen ist übrigens das Aufschreiben. Das Sündigen macht irgendwie viel weniger Freude, wenn man weiß, dass man im Ernährungsprotokoll später: „Eine Tafel Schokolade mit Nüssen“ schreiben muss. Wenn Sie nicht wissen, wo Ihre Ernährungsfallen sind, protokollieren Sie Ihr Ess- und Trinkverhalten zwei Wochen lang. Meist wird vieles dann deutlicher.

Und noch etwas: Seien Sie mit sich selbst geduldig. Denn an dem alten Spruch mit den neun Monaten ist etwas dran. So schnell verschwindet ein Babybauch nicht.

Noch ein letzter Tipp, damit Sie sich wieder wohl fühlen: Gönnen Sie sich eine Shoppingtour. Ohne Baby. Denn die kneifenden Hosen vom letzten Jahr sehen wahrscheinlich wirklich unvorteilhaft aus. Und die Umstandsgarderobe auch. Kaufen Sie sich ein bis zwei gut sitzende Hosen und Oberteile. Der aktuelle Lagenlook ist ideal geeignet, die Extrapfunde zu kaschieren. Mit einer modischen wirklich passenden Klamotte werden Sie sich gleich wohler fühlen. „Nee, ich will erst noch abnehmen, dann gehe ich erst einkaufen“, gilt nicht. Denn enger kann man Kleidung immer noch machen lassen. Sich wohl fühlen sollen Sie sich aber jetzt.

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  • Genervt

    Das Bild zu dem Artikel ist ja ein ‘Traum’! Was habt ihr gemacht, das Model versucht in eine 34 zu stecken, obwohl sie eigentlich eine 36 hat? Eine runden, und nicht schönen Bauch seh’ ich auf dem Bild jedenfalls nicht!

  • Sigrid

    Interessant … Habe mich darüber eingelesen! Das wär ja meine Rettung wenn das klappt… Ich bitte Sie, Ihre Schwiegermutter zu fragen, wo sie es genau her hat und was es kostet…?! Ich bedanke mich jetzt schonmal