Leukämie

Akute Leukämie trifft eines von 2.000 Kindern, häufig geschieht dies im 4. Lebensjahr. Die Blutkrankheit wird bei 80% aller Kinder geheilt – es ist aber kein leichter Weg.

Leukämien sind bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen es zu einem unkontrollierten Wachstum bestimmter weißer Blutkörperchen kommt. Es gibt akute und chronische Verlaufsformen.
 
Ursache
Blutzellen werden laufend im Knochenmark erneuert. Bei Kindern mit Leukämie ist dieser Prozess der weißen Blutkörperchen verändert; die Zellen können sich unkontrolliert vermehren. Diese bösartigen Zellen verdrängen die gesunden Knochenmarkszellen.
 
Die genaue Ursache ist nicht bekannt; als Risikofaktoren kennt man radioaktive Strahlung, verschiedene Umweltgifte, eine vorherige Chemotherapie und genetische Faktoren.
 
80% Heilungschance bei Leukämie

Leukämie: Therapieergebnisse haben sich stark verbessert (© panthermedia.net, Monkeybusiness Images)

Über 95 % der Leukämien im Kindes- und Jugendalter sind akute Leukämien. Man kann die akute lymphatische Leukämie, bei der die sogenannten Lymphozyten betroffen sind von der akuten myeloischen Leukämie, bei der die sogenannten Myeloblasten betroffen sind unterscheiden.
 
Die akute lymphatische Leukämie ist die häufigste Krebsform im Kindesalter; etwa 80 Prozent der akuten kindlichen Leukämien gehören in diese Gruppe.
 
Eines von 2.000 Kindern ist betroffen. Altersgipfel ist das vierte Lebensjahr. Die akute myeloische Leukämie tritt vor allem im Erwachsenenalter auf;  eines von 12.000 Kindern ist betroffen.
Diagnose
Wenn der Verdacht auf eine akute Leukämie besteht, sind verschiedene Blutuntersuchungen und eine Knochenmarkspunktion in Narkose notwendig. Eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomograpie kann die betroffenen Organe abklären.
 
Symptome
Typische Beschwerden umfassen:
 
  • Leistungsminderung
  • längeres Fieber
  • nächtliches Schwitzen
  • Müdigkeit
  • Beinschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Blutarmut mit Blässe und Schwindel.
  • vermehrte Blutungsneigung (etwa als Nasenbluten) kann auftreten
  • Infekte können gehäuft auftreten
  • Lymphknoten und die Leber können vergrößert sein
 
Therapie
Akute Leukämien müssen intensiv therapiert werden. Die akute Leukämie wird mit verschiedenen Intervallen einer Chemotherapie behandelt, anschließend gibt man  eine Erhaltungstherapie über ein bis zwei Jahre. Zusätzliche Bestrahlungen können nötig sein.
 
Auch die Transplantation von Knochenmark kann erforderlich sein. Die Ergebnisse haben sich in den letzten Jahren stark verbessert.
 
Prognose
Die Prognose hängt vom Alter der Patienten, de Art de Leukämie und der Verfügbarkeit einer Knochenmarkstransplantation ab. Die Heilungsrate liegt bei Kindern über 80 Prozent. Unbehandelt führt die akute Leukämie meist zum Tod. Ist ein Kind über fünf Jahre beschwerdefrei, kann man mit großer Wahrscheinlichkeit von einer vollständigen Heilung ausgehen.
 
 

© www.kinderarzt.at by Dr. Peter VoitlDr. Peter Voitl

 
 

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