2007 steigt die Zahl der Kaiserschnitte auf 30%

Ein neuer Rekord ist erreicht: 2007 kam jedes 3. Kind in Deutschland per Kaiserschnitt auf die Welt. Die meisten Kaiser- schnitte gab es in Rheinland-Pfalz.

Die Deutsche BKK berichtet, dass im vergangenen Jahr erneut ein Rekord an Kaiserschnitten in Deutschland aufgestellt wurde – es sind nunmehr rund 30% der Babys, die per Schnittope-
ration entbunden werden. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern:
Kaiserschnitt oder natürliche Geburt

Kaiserschnittrate in Deutschland steigt (Panthermedia Bild von Natalia Klenova)

  • Rheinland-Pfalz: 39%
  • Nordrhein-Westfalen: 36%
  • Bayern: 33%
  • Hessen: 32%
  • Baden-Württemberg: 32%
  • Niedersachsen: 32%
  • Saarland: 31%
  • Hamburg: 30%
  • Sachsen-Anhalt: 30%
  • Brandenburg: 27%
  • Schleswig-Holstein 26%
  • Thüringen: 24%
  • Bremen: 24%
  • Mecklenburg-Vorpommern: 23%
  • Berlin: 23%
  • Sachsen: 20%
Es lässt sich also ein deutliches West-Ost-Gefälle feststellen, und auch im Süden wird häufiger als im Norden per Kaiserschnitt entbunden. Laut Gesundheitsorganisation WHO ist nur jeder 10. dieser Eingriffe medizinisch notwendig – aber die Frauen legen Wert auf eine schnelle, planbare Geburt mit möglichst geringen Schmerzen.
Auch für die Mediziner ist der Kaiserschnitt die besser kalkulierbare Geburts-Variante: Er bringt der Klinik etwa 3.000 Euro innerhalb von 60 Minuten ein, wohingegen eine vagniale Geburt 12-24 Stunden dauern kann und mit etwa 1.500 Euro vergütet wird.
Allerdings birgt ein Kaiserschnitt die Risiken einer großen Bauchoperation: Von Infektionen über Thrombose zu Problemem mit der Narkose sind einige Unwägbarkeiten möglich. Für die Mutter ist der Kaiserschnitt riskanter als die vaginale Entbindung, für das Kind bestehen hingegen geringere Risiken – diese liegen vor allem bei Anpassungsschwierigkeiten der Atmung.

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