Wie soll das Kind heißen?

Eigentlich ist es ganz einfach: der Name soll zum Kind passen, zu den Na- men der anderen Familienmitglieder und zum Nachnamen. Wo finden Sie Anregungen?

Erste Grundregel: Lassen Sie sich nicht verrückt machen!
Sie müssen nicht schon direkt nach der Geburt wissen, wie das Baby heißen soll. Zwar ist es netter, wenn auf dem Geburtsbettchen statt „Mädchen Nachname, Geburtsdatum“ bereits ein Vorname steht, aber davon sollte man sich wirklich nicht unter Druck setzen lassen. Den Namen müssen Sie erst festlegen, wenn Sie die Eintragung beim Standesamt machen. Und das ist meist erst 3-10 Tage nach der Geburt.
Vielleicht wissen Sie erst, wie das Kind heißen soll, wenn Sie es sehen. Wenn Sie sich erst nach der Geburt für einen Namen entscheiden wollen, ist es praktisch, ein paar Namen in petto zu haben. Dafür gibt es einige gute und ausgesprochen umfangreiche Namensportale, auf denen Sie stöbern können:
Wie soll das Kind heißen?

Namenswahl (© panthermedia.net Sebastian Wahsner)

Zweite Grundregel: Wollen Sie einen normalen Namen oder einen seltenen?

Neben den klassischen und den modernen beliebten Namen erhalten Kinder in den letzten 10 Jahren vermehrt exotische Namen – und zwar nicht nur die Kinder von Prominenten. In den Kindergärten und Grundschulen von heute tummeln sich Lorelei, Pippilotta und Emina neben Marie und Leon. Soll Ihr Kind eines von vier Sophie sein oder lieber das Kind mit dem sonderbaren Namen? Oder versuchen Sie lieber, einen Mittelweg zu finden?
Dritte Grundregel: Denken Sie bei der Namensvergabe an Ihr Kind!
Mit einem Namen durchs Leben zu gehen, den man immer buchstabieren muss oder erklären, kann eine Bürde sein. Sogar so schlichte Namen wie Philipp bieten in dieser Hinsicht Stolperfallen: Ist es ein Phillipp, ein Phillip, ein Philip, ein Philipp oder ein Philippe? Jeder Stefan weiß, dass er „mit f“ dazu sagen muss, wenn er sich vorstellt – oder eben „mit ph“, falls dies die Schreibung ist. Die zahlreichen Jannicks (Janik, Janick, Jan Nick, Jannik, Yannick, Yanik, Yannik, Yanick…) sind ebenfalls sehr erklärungsbedürftig. Und die sehr beliebten Namen Sophie und Sofie sowie Lea und Leah sind auch nicht ganz ohne….
Vierte Grundregel: Hören Sie auf Ihr Herz und nicht auf die Nachbarn/Angehörigen
Einen Namen, den alle gut finden, werden Sie nie finden. Der Name muss Ihnen gefallen und später auch dem Kind. Vielleicht lassen Sie dem Kind zwei Vornamen in die Geburtsurkunde eintragen, damit Sie ein wenig Spielraum haben? Der erste Namen muss nicht der Rufname sein – diese Entscheidung können Sie sich offenhalten, die Reihenfolge ist also egal.

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