Mond und Geburten

Bei Vollmond kommen mehr Kinder auf die Welt? Stimmt nicht, hat jetzt ein Forscher aus Halle bewiesen. Und herausgefunden, wann wirklich die meisten Geburten stattfinden…

Und wieder wurde eine volkstümliche Wahrheit widerlegt: Wer glaubte, bei Vollmond würden besonders viele Babys geboren, muss umdenken. Oliver Kuss von der Universiät Halle-Wittenberg untersuchte die Daten von über 4 Millionen Geburten in Baden-Württemberg zwischen 1996 und 2003.
 
Mond und Geburten

Mond und Geburtenrate (© panthermedia.net Stefan Lenz)

Insgesamt nahm Kuss 470 Mondzyklen unter die Lupe – damit hat er die weltweit umfangreichste Studie zu diesem Thema auf die Beine gestellt (Amtsblatt der Nordischen Föderation der Gesellschaften für Gynäkologie und Geburtshilfe Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica 02/2008).
 
Das Ergebnis ist ernüchternd für alle Mond-Gläubigen: Zwischen den Geburten und dem Mondzyklus besteht rein gar kein Zusammenhang. Vielmehr ist es so, dass die meisten Geburten montags oder dienstags stattfinden. Wahrscheinlich liegt dies an den eingeleiteten Geburten und den geplanten Kaiserschnitten, folgert die Studie von Dr. Kuss.
 
Eine auffällige Häufung von Geburten fand der Wissenschaflter Ende September, was sicher kein Zufall ist: Die Ende September zur Welt gekommenen Babys wurden in der Kuschelzeit zwischen Weihnachten und Neujahr gezeugt.
 
Wir sind neugierig: Was halten Sie vom Einfluss des Mondes auf den Menschen? Spielt das irgendeine Rolle in Ihrem Leben?
 

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