Die besten 25 Baby-Spielideen

Spielen mit den Kleinsten? Dazu braucht man eigentlich nichts außer sich selbst: Mit den Händen, der Stimme und mit Zeit kann man wunderbar spielen. Die zweifache Mutter und Autorin Sabine Bohlmann hat die besten Ideen gesammelt: ganz einfach nachzumachen. Babylachen garantiert!

Sabine Bohlmann ist Schauspielerin und Mutter von zwei Kindern. Bekannt ist die quirlige Frau vielen Eltern als Buchautorin. Ihr Buch „Ein Löffelchen Zucker“ ist ein Bestseller. Wie Mary Poppins findet sie für viele stressige Elternsituation witzige Ideen. Nun hat Sabine Bohlmann ein neues Buch geschrieben. Sie hat Spielideen, Gedichte und Lieder für die Allerkleinsten gesammelt. Die CD ist schön und macht Lust auf Nachsingen.

Wunderbar sind aber vor allem die kreativen Spielideen. Sie sind ideal für alle, die einfach gern Zeit mit ihrem Baby verbringen aber keine Lust auf langweiliges vorgefertigtes Plastikspielzeug haben. Denn Babys brauchen gar keine Dinge, die man kaufen kann. Sie brauchen Eltern, die die Welt auch mal mit Kinderaugen angucken mögen und sich Zeit zum Spielen nehmen. „Wenn Sie Ihren Babys Ihre kostbare Zeit schenken, werden die Kleinen zu ausgeglichenen, lustigen, fröhlichen Kindern und schließlich zu glücklichen Erwachsenen, die behaupten können: Ich hatte eine schöne Kindheit“, erklärt Autorin Sabine Bohlmann.

Hier ihre 25 schönsten Babyspielideen ausgesucht von der liliput-lounge Redaktion

So wollen auch wilde Babys gewickelt werden: Damit das Windelwechseln kein Kampf wird, helfen gezielte Ablenkmanöver. Wie wäre es mit einer Spieluhr, die das Baby nur beim Wickel aufziehen darf? Oder einer speziellen Puppe, dem Wickeltoni, der mit interessanter (elterlich-verstellter) Stimme, lustige Reime erzählt? Auch Babybilder aus Zeitschriften am Wickeltisch lenken enorm ab. Eine kleine knisternde Tüte oder die Packung der Feuchttücher finden kleine Forscher ebenfalls sehr spannend.

Einsteigen, bitte! Eigentlich brauchen Babys kein Spielzeug. Die einfachsten Dinge können für sie besonders interessant sein. Zum Beispiel ein Windelkarton. Denn der kann so wunderbar zur Eisenbahn, zum Auto oder zum Schiff für die Stofftiere werden! Babys lieben das Ein- und Ausräumen und schieben mit Begeisterung ihre Lieben durch die Gegend. Man kann den Tieren auch gemeinsam vorsingen oder sie ins Bett bringen.

Fühl mal! Ein kleiner Schuhkarton kann zum sinnlichen Erlebnis werden. Bekleben Sie ihn mit verschiedenen Materialien wie Knisterfolie, Holz, Leder, Schaumgummi, feinem Sandpapier. Sie können den Karton auch mit Deckeln von Babygläsern füllen – das klappert herrlich und lädt zum Entdecken ein.

Kleine Küchenhelfer: Mit kleinen Kindern kann das Kochen anstrengend sein. Winzlinge können im Tragetuch dabei sein, aktiveren Babys kann man eine spezielle Kiste oder eine Küchenschublade einrichten. Darin sind Plastikdosen, leere, ausgewaschene Joghurtbecher oder Kunststoffflaschen. Das ist eine Einladung zum Ein- und Ausräumen nach Herzenslust, so können Sie entspannt und in Ruhe kochen.

Das erste Haus: Haben Sie noch einen Umzugskarton übrig? Richtig große Kartons sind wunderbar für Kinder – und auch schon die Kleinsten lieben es, wenn Eltern basteln. Den Deckel des Kartons so zusammenkleben, dass ein dreieckiges Dach entsteht und eine Tür und ein Fenster in die Seiten schneiden. Schon ist das erste Traumhaus fertig. Das Baby kann hinein krabbeln und dort sich oder Spielzeug verstecken. Und über Besuch, der hineinguckt, wird es sich besonders freuen.

Technik für Minis: Haben Sie schon festgestellt, wie fasziniert die Kleinen von Handys und Fernbedienungen sind? Wer ein altes Gerät hat, das viele Tasten und Knöpfe hat und nicht mehr im Einsatz ist, wird den Nachwuchsforscher damit beglücken. Egal ob Handy, Uralt-Fernbedienung, Schreibmaschine und PC- Tastatur. Knöpfe zum darauf Herumdrücken. Herrlich!

Kunterbunte Kegel: Kleine Kunststoffflaschen sind toll, weil man so viel damit machen kann. Sie mit Glitzer, Knöpfen oder gefärbtem Wasser befüllen. Oder mit Reis oder Konfetti. Wichtig ist es, dass die Flaschen gut verschraubt und noch mal mit Band verklebt werden. Dann kann das Baby damit Musik machen oder sie mit einem Ball umkegeln. Oder einfach wild hinterher krabbeln, wenn die Flaschen wegrollen.

Wir räumen auf: Gespielt wird im Kinderzimmer? Es gibt kaum Familien, bei denen diese Regel funktioniert. Denn da wo Mami und Papi sind, ist es spannend. Kein Wunder, dass das Spielzeug in der ganzen Wohnung herumliegt. Am Abend kann man dann das Spielzeugkorbspiel spielen. Alles Spielzeug wird gemeinsam mit dem Baby in einen großen Korb geworfen. Laufanfänger dürfen mit einem kleinen Körbchen auch schon allein durch die Wohnung laufen. So wird das Aufräumen zum Spiel und festem Abendritual.

Regentropfen beobachten: Beobachten und entdecken Sie gemeinsam mit Ihrem Baby die Wunder der Natur. Dicke Wassertropfen, die vom Himmel fallen, können bei kleinen Kindern großes Erstaunen bringen. Stellen Sie sich gemeinsam ans Fenster und betrachten die Tropfen an der Scheibe. Oder machen Sie einen Spaziergang bei Regen, öffnen Sie Ihre Hand und zeigen dem Baby, wie die Tropfen auf die Hand fallen. Oder öffnen Sie den Mund und spüren Sie die Tropfen auf der Zunge. Macht das Baby Sie nach?

Handspiel: Winken ist eines der ersten Rituale, die sich das Baby abguckt. „Winke-Winke“ ist einfach zu schön. Kinder finden es auch ganz spannend, wenn sie eine Kusshand zugeworfen bekommen und versuchen dies ebenfalls schnell. Auch Klatschen oder ein amerikanisches „Give me five“-Abschlagen mit der Hand finden sie immer sehr witzig. Kein Wunder, dass Klatsch- und Fingerspiele bei den Jüngsten so gut ankommen.

Verstecken: Suchen und Finden ist für Babys einfach immer prima. Am Anfang reicht es schon, wenn Mama ihr Gesicht unter den Händen versteckt. „Kuckuck!“ kann Lachkrämpfe erzeugen. Sie können sich und das Baby auch abwechselnd unter einer Decke verstecken. Sie können auch Stofftiere in der Wohnung verstecken und gemeinsam suchen.

Spezial Waschlappen: Viele Babys lieben es, an einem nassen Waschlappen zu saugen. Oder einen Trockenen ordentlich anzusabbern. Aus einem Waschlappen kann man ein ganz besonders Fühlspielzeug zaubern. Einfach ein kleines Stück Stoff, verschiedene Bänder oder Knisterfolie annähen. Oder den ganzen Waschlappen mit Knisterfolie füllen (aber nicht zunähen). Kann das Baby herausfinden, was da so toll knistert? Kann es die Folie herausziehen?

Klangbusch: Bei schönem Wetter darf das Baby auch ein Nickerchen im Garten machen. Hängen Sie doch in einem Busch verschiedene Dinge auf, die Geräusche machen. Kleine Topfdeckel, alte Löffel, Glöckchen. Legen Sie sich gemeinsam mit dem Baby unter den Busch und lauschen Sie. Oder lassen Sie das Baby im Wagen selbst hören, was der Wind so anstellt.

Flugstunde: Legen Sie sich auf einer Wiese auf eine Decke. Sie liegen auf dem Rücken und geben dabei Ihrem Baby Flugstunden. Immer wieder hoch halten, landen lassen und natürlich lustige Ansagen und Flugzeuggeräusche machen. Übrigens auch ein wunderbares Work-Out für elterliche Muskeln.

Zauberkissen: Pusten Sie ganz viele Luftballons auf und füllen damit einen Bettbezug. So ein verzaubertes „Kissen“ hält sogar Erwachsene aus. Für das Baby ist es ein ganz neues Krabbelgefühl, und die Ballons zu spüren oder sich daran hochzuziehen ist nicht nur ungewohnt, sondern stärkt auch die Muskulatur.

Seifenblasen: Wunderbar, wenn das Baby abgelenkt werden soll oder wenn Sie Ruhe einkehren lassen wollen. Auch wenn Babys noch selbst keine Blasen formen können, so versuchen Sie gern zu pusten. Vor allem aber lieben sie es, wenn sie mit ihren Fingern die Blasen zum Platzen bringen können und freuen sich über die schillernden fliegenden Blasen.

Nasenknopf: Babys lieben lustige Geräusche und Laute wie „Huch“ und „Hoppla“. Toll ist auch das Nasenspiel. Jedes mal wenn ein Familienmitglied dem anderen auf die Nase drückt und dieses darauf „Böööööb“ von sich gibt. Auch das Baby wird versuchen aktiv mitzumachen. Wenn es dann jemanden auf die Nase drückt und der „Bööööb“ von sich gibt, wird es begeistert sein. Und was passiert, wenn Sie dem Baby auf die Nase drücken? Hat es auch ein Hupnase? Lassen Sie sich überraschen.

Körperteile: Ein Klassiker unter den Babyspielen. Helfen Sie dem Baby sich selbst kennen zu lernen. Fragen Sie: „Wo ist deine Nase?“ Dann deuten Sie auf die Nase: „ Da ist deine Nase“. „Wo sind deine Haare?“ Zeigen Sie auf die Haare. „Und wo sind Mamas Haare?“ Das Baby wird bald mitmachen und darauf zeigen. Und dann ist es mächtig stolz.

Höfliches Baby: Mann kann nie früh genug damit anfangen, dem Baby mit gutem Beispiel voranzugehen. Wenn es Ihnen etwas gibt, sagen Sie „Danke“. Dann geben Sie das Spielzeug wieder zurück „Bitte“. Das Spiel Geben und Nehmen – danke und bitte – können Babys ausdauernd spielen.

Besonderes Lesevergnügen: Schon die Kleinsten lieben einfache Bücher. Ganz einfache Bücher mit nur einem Gegenstand pro Seite sind besonders beliebt. Selbstgemachte Bücher können besonders aufregend sein. Suchen Sie Dinge, die das Baby kennt, wie Blume, Vogel oder Auto aus Zeitschriften aus. Oder nehmen Sie Familienfotos von Mama, Papa, Oma, Opa und dem Baby selbst. Diese dann aufkleben und laminieren und die Seiten mit dickem Bindfaden zusammenbinden. So ein Buch ist sogar „sabbertauglich“ und wird besondere Lesefreude bringen.

Spielerische Streicheleinheiten: Babys lieben zarte Berührungen der nackten Haut. Kein Wunder, denn Streicheleinheiten für die Haut sind Streicheleinheiten für die Seele. Pusten Sie dem Baby zärtlich auf den Bauch, streicheln seine Hände, die Fußsohlen und das Gesicht. Haben Sie eine Feder? Solche kitzeligen Feinberührungen lieben Babys.

Ballmassage: Neben Streicheleinheiten sind auch Massagen bei Babys beliebt. Interessante Varianten bieten Noppenbälle. Auch „Kille-Kille-Bälle“ genannt. Kitzeln Sie damit das Baby und sagen „Kille, kille“, lassen Sie sich auch kitzeln und kichern Sie dabei laut. Zarte Entspannung gepaart mit Lacheffekt.

Weg mit dem Aua: Die Welt zu erkunden kann manchmal ziemlich weh tun. Egal, ob sich das Baby gestoßen hat oder sich nur erschrocken hat, manchmal ist Trost ganz besonders wichtig. Ein Küsschenpflaster oder ein Trostlied helfen fast immer. Es kann auch helfen das „Aua“ aus dem Fenster zu pusten. Dazu den Schmerz in die Hand nehmen, eine Faust machen und dann aus dem offenen Fenster „werfen“. Gemeinsam kann man dann sehen, wie das Aua weg fliegt, ganz weit weg in den Himmel.

Glühwürmchen fangen: Ein kleines Spiel zur Abendruhe. Lassen Sie im Halbdunkel das Licht einer Taschenlampe zum Baby hüpfen. Vor dort geht es weiter an die Wand und bis zur Decke, wo es ein bisschen herumwandert. Folgt das Baby dem Licht mit den Augen? Zum Schluss darf das Kind das Licht „fangen“.

Licht an! Babys lieben Knöpfe. Und auch Schalter. Wenn das Baby zum ersten Mal einen Lichtschalter betätigen kann, wird es spannend. Denn irgendwann begreift es, dass was passiert: Schalter drücken – Licht ein, Schalter drücken – Licht aus. Babys sind so begeistert, dass sie dieses Spiel immer und immer wiederholen möchten. Zum Schluss zählen Sie einfach mit: „Jetzt noch dreimal – ein, zwei, drei – jetzt ist es vorbei.“

Kennen Sie noch mehr schöne Spiele, Bastelideen, Fingerspiele oder Lieder? Dann teilen Sie die doch gern mit der liliput-lounge Community. Wir freuen uns auf Kommentare!

Noch viel, viel mehr Ideen finden Sie auch hier:

Sabine Bohlmann: BabySpielZeit (mit Audio-CD). Das kreative Spielebuch für gemeinsamen Spaß und wertvollen Zeitvertreib im ersten Jahr. Graefe und Unzer Verlag, 128 Seiten, Hardcover,ISBN: 9783833818127, 17,99 €

Bild: © nyul für istockphoto.com

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