Macht Cola unfruchtbar?

Lecker, lecker – so ein Softdrink. Doch leider bleibt Cola-Konsum oft nicht ohne Folgen: Forscher fanden heraus, dass reichlicher Genuss des braunen Getränkes die Fruchtbarkeit mindert – vor allem bei Männern…

Frauen mit Kinderwunsch machen sich viele Gedanke darüber, wie sie die Fruchtbarkeit steigern können. Gesund essen, nur wenig Koffein. Also klare Beschränkungen in Sachen bräunliche Getränke wie Kaffee, Tee und Cola.
Und die Papas in spe? Ihren Kaffee dürfen sie auf jeden Fall schon schlürfen. Brasilianische Forscher fanden heraus, dass Kaffeetrinker beweglichere Spermien haben. Sexuell aktiver soll das Bohnengetränk auch machen. Über Tee liegen keine Studien vor, aber der ist ja auch nicht unbedingt ganz oben auf der Beliebtheitsskala bei Männern.
Die dänische Forscherin Prof. Tina Kold Jensen aus Kopenhagen untersuchte mit ihrem Team die Spermienqualität von 2554 Männern. Es sollte verglichen werden, wie sich Koffein auf die männliche Fruchtbarkeit auswirkt. Teilnehmer der Studie waren Kaffee- und Colatrinker.
Die dänische Studie kam zu interessanten neuen Ergebnissen: Untersucht wurde nämlich nicht die Beweglichkeit der Spermien, sondern deren Qualität.
Männer die etwa eine bis drei Tassen Kaffee am Tag trinken, zeigten keine Verschlechterung. Erst ab 800 mg Koffein (im Schnitt also acht bis zehn Tassen Kaffee) war ein geringer Qualitätsverlust zu messen.
Mehr als zwei Liter Cola am Tag verringern Samenqualität und Menge
Anders sah es bei den Cola-Trinkern aus. Nahmen diese etwa 800 mg Koffein oder mehr zu sich, war ihre Samenqualität und die Spermienmenge deutlich geringer.
Also kein Cola-Whiskey-Drink mehr für den Liebesten, wenn dieser Vater werden möchte? Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Ursache der zunehmenden Unfruchtbarkeit der Cola-Trinker nicht am Koffein liegt. Sie gehen vielmehr davon aus, dass es andere Inhaltsstoffe in der Cola sind, die die Fruchtbarkeit sinken lassen.
Um 800 mg Koffein zu sich zu nehmen, müssen über zwei Liter Cola getrunken werden. Laut Firmenangaben enthalten 100 ml Coca-Cola 10,6 g Zucker. Wer zwei Liter Cola am Tag zu sich nimmt, konsumiert 72 Stücke Würfelzucker! Colatrinker haben also einen deutlich ungesünderen Lebensstil.
Die Studie zeigt deutlich, dass Cola-Konsumenten sich insgesamt schlechter ernähren, sich wenig bewegen, unter Stress leiden und im Sitzen arbeiten. Alles Faktoren, die sich negativ auf die Samenqualität auswirken.
Ein Gläschen in Ehren wird aber niemand verwehren, bei Kinderwunsch sollte aber der klebrige Softdrink somit nicht literweise zu sich genommen werden. Denn die dänischen Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Spermienzahl der Softdrink-Liebhaber um 30 Prozent verringert hat. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO gilt dies noch als medizinisch normal und nicht als völlig unfruchbar. Der Verzicht steigert allerdings die Wahrscheinlichkeit ein Baby zu zeugen. Also: je weniger Cola, desto besser!

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