Babytraumbilder: Kunst oder Kitsch?

Die Babyfotografin Anne Geddes war die erste, die Bilder von Neugeborenen als Kunstwerk inszenierte: Babys im Blumentopf oder im Nest. Eine junge Mutter aus Finnland hatte nun noch eine ganze andere Idee: Sie zeigt die Träume ihrer Tochter Mila.

Die Bilder von Anne Geddes kennt wohl jeder. Kein Wunder, denn allein von den Büchern der Neuseeländerin wurden mehr als 18 Millionen Exemplare verkauft. Veröffentlicht werden ihre Werke in über 83 Ländern. Die Autodidaktin wird für ihre inszenierten Babybilder hochgelobt. Und heftig kritisiert, denn Kritiker sehen Babys als reine „Deko-Objekte“ missbraucht.

Gestellte Bilder können Kunst sein – und auch eine Aufgabe für Babymamas in Erziehungszeit. Die Finnin Adele Enersen beobachte ihre kleine Tochter Mila beim Schlafen und fragte sich, was das kleine Mädchen wohl träumen möge. Vielleicht von indischen Tempeltänzern, Luftballons oder einem Ritt auf dem Elefant?

So war die Idee geboren, die Szenen nachzustellen und dann Mila dazuzulegen. Adele Enersen machten diese Traumwelten so viel Spaß, dass sie die Bilder auf ihrer Homepage zeigte. Mit beeindruckendem Erfolg: Ihre Seite wird gepostet, bei Facebook verlinkt und auch ein Buchverlag ist auf ihre Bilder aufmerksam geworden. In ihrem Blog schreibt sie, dass eine Veröffentlichung in Deutschland im nächsten Jahr geplant ist.

„Die Reaktionen sind überwältigend“, erzählt sie. Die schönsten Bilder hat Adele Enersen nun auch als Video auf youtube veröffentlicht. Milas Papa Lasse komponierte dazu die Musik.

 

Sind diese Bilder wunderschön? Oder eher sehr kitschig? Wird Mila sich später über die wunderbare Idee ihrer Mutter freuen? Oder wird sie das Gefühl haben, dass sie nur ein Objekt war, das Bilder ausstaffierte? Was meinen Sie?

 

Mehr Bilder von Mila hier im Blog

Bild oben:© Rosemarie Gearhart für istock.com
Bild unten © Adele Emersen

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