Abtreiben mit Mifegyne

Seit 1. Juli ist das Abtreiben mit Mifegyne bis Ende der 9. SSW erlaubt – vorher war dies nur bis zum Ende der 7. SSW legal.

Diese Änderung hat ein europäischer Ausschuss nach Abwägung von Nutzen, Wirksamkeit, Risiken und Sicherheit dieser Abtreibungsmethode beschlossen. Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte teilte vorgestern mit, dass diese Änderung nun für Deutschland gilt.
Schwangerschaftabbruch

Abtreibung in der Schwangerschaft (Panthermedia Jonny McCullagh)

Mifegyne muss vom Frauenarzt oder der Klinik verschrieben werden und ist schonender als eine Ausschabung, die normalerweise unter Vollnarkose vorgeommen wird. Das Medikament wirkt wie das Gegenmittel zum in der Schwangerschaft produzierten Hormon Progesteron, das eine feste Einnistung des Embryos in der Gebärmutterschleimhaut bewirkt.
Es ist nicht zu verwechseln mit der Pille danach, die durch Gestagen den Eisprung verhindert und somit keine Abtreibung ist. Die Abtreibungspille Mifegyne wird zusammen mit dem wehenauslösenden Prostaglandin verabreicht, woraufhin der Embryo nach 3-24 Stunden in einer Regelblutung abgeht. Dabei treten gelegentlich Übelkeit, Durchfall und leichtere bis stärkere Unterleibsschmerzen auf.

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