16. Schwangerschaftswoche (SSW)

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Das Kind

16. SSW

Am Anfang der 16. SSW ist der Embryo 13 Wochen alt. Der kleine Körper wächst nun mit Höchstgeschwindigkeit. Die Beine wachsen und die Knochen verhärten sich. Weil nun auch die Muskeln kräftiger werden, rückt der Zeitpunkt näher, zu dem die Kindsbewegungen gespürt werden können. Die Ohren bewegen sich weiter auf ihre endgültige Position hin und sind nun ganz klar zu erkennen. Die Haut des Embryos ist fast durchsichtig und die Adern sind gut sichtbar. Von jetzt bis zur Geburt wird der Körper mit einer feinen Flaumschicht bedeckt sein, die Lanugo heißt.

Das Kind kann nun schon Grimassen schneiden: es bewegt die Gesichtsmuskeln und runzelt die Stirn. Die Augen des Fötus erhalten jetzt Augenlider; sie haben eine fertige Hornhaut, Linse und Regenbogenhaut. Die Augen sind für einige Monate fest verschlossen: die Augenlider sind miteinander verschweißt.

Entwicklung des Fötus in der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) (© Sandviks)

Entwicklung des Fötus in der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) (© Sandviks)

Körper & Seele der Mutter

Es ist nun an der Zeit, sich Umstandsmode zu besorgen – sei es in Second Hand Läden, bei der Verwandtschaft/Freunden oder bei einem ausgiebigen Shopping-Bummel. Die Taille ist verschwunden, das Bäuchlein wölbt sich.

Weiterhin bleibt es wichtig, genug zu trinken (am besten Wasser) und sich ausgewogen zu ernähren, aber nicht für zwei zu essen. Empfehlenswert ist frische, abwechslungsreiche Kost in normalen Portionen mit einigen Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten – wenn nicht gerade ein  Heißhungeranfall dazwischen kommt… Viele Frauen machen die Erfahrung, dass ihnen der Körper genau sagt, was er jetzt braucht, indem sie Appetit auf Nahrungsmittel bekommen, die sie sonst gar nicht so gerne essen, wie z.B. Vollkornbrot, Nüsse, Hülsenfrüchte, viel Milch mit Cornflakes oder Ei.

Weil viele Frauen in der Schwangerschaft dicke und schwere Beine haben, sollten Frauen mit Neigung zu Besenreisern und Krampfadern spätestens jetzt Kompressionsstrümpfe tragen. Sie werden vom Frauenarzt verschrieben und im Sanitätshaus maßangefertigt. Diese Kompressionsstrümpfe helfen auch, das Thromboserisiko zu senken. Auch wenn sie anfangs nur mit Mühe und einigem Zeitaufwand anzuziehen sind, tragen die meisten Schwangeren ihre Kompressionsstrümpfe gerne, weil sie die wohltuende Wirkung auf die Beine deutlich spüren.