10. Schwangerschaftswoche (SSW)

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Das Kind

10. SSW

Am Anfang der 10. SSW ist der Embryo sieben Wochen alt. In dieser Woche sind die ersten Gehirnwellen messbar und der Embryo beginnt, sich zu bewegen – es handelt sich dabei um willkürliche Bewegungen, die die Schwangere noch nicht spüren kann.

Die Gesichtskonturen, Augen, Ohren, Nase und Mund entwickeln sich weiter und werden markanter. Bis jetzt waren Augen und Ohren etwas sonderbar angeordnet, nämlich die Augen auf der einen Seite und die Ohren in der Nähe des Mundes. Nun bewegen sie sich langsam in ihre zukünftige Position. Im Ohr entsteht das Gleichgewichtsorgan.

Der Körper wird länger und gleichzeitig verhärten sich die Muskeln und Knorpel. Der Kopf neigte sich bislang nach vorne, nun hebt er sich und Nacken und Kinn treten hervor. Die Organe innerhalb des Körpers entwickeln sich weiter und der Magen ist beim Ultraschall als schwarzer Punkt links im Bauch zu erkennen.

Das Herz ist so gut wie fertig und schlägt in dieser Woche häufiger als in allen anderen Wochen der Schwangerschaft: durchschnittlich 177 Mal pro Minute!

In dieser Woche bilden sich endgültig die beiden Nieren. Die Arme bestehen nun aus Schultern, Ellenbogen, Unterarm und Handfläche. Die Anlagen für die Finger sind zwar vorhanden, aber die Finger ragen noch nicht heraus. Die Beine hinken in der Entwicklung etwas hinterher, werden aber am Ende dieser Woche aus Schenkel, Knie, Fußknöchel und Fußsohle bestehen. Wie bei den Fingern wachsen auch in den Füßen die Anlagen für die Zehen.

Das Bild auf dieser Seite zeigt Vierlinge in der neunten Woche, aufgenommen mit einem 3D-Ultraschallgerät. Die normalen Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland sehen den ersten Routine-Ultraschall zwischen der 9. und 12. SSW vor. Dabei untersucht die Frauenärztin unter anderem, ob die Fruchtwassermenge ausreicht, sich das Kind normal entwickelt und ob das Herz regelmäßig schlägt.

Entwicklung des Fötus in der 10. Schwangerschaftswoche (SSW) (© Sandviks)

Entwicklung des Fötus in der 10. Schwangerschaftswoche (SSW) (© Sandviks)

Körper & Seele der Mutter

Für viele Frauen endet nun eine Phase der ständigen Übelkeit; anderen war nur sporadisch oder gar nicht schlecht. Einige wenige Unglückliche haben noch bis kurz vor der Geburt mit der Übelkeit zu kämpfen – aber das ist extrem selten. Spätestens nach Ablauf der 12. SSW ist der „Spuk“ normalerweise vorbei.

Neben den Folsäuretabletten, die Sie bis mindestens zur 12. SSW nehmen sollten, empfiehlt sich auch die Einnahme von Jodpräparaten. Sie unterstützen die Entwicklung der Schiddrüse des ungeborenen Kindes.

In dieser Phase lebt die Partnerschaft meist wieder auf. Die Frau fühlt sich gut, hat wahrscheinlich auch wieder Lust auf Sex und kann nun anfangen, die Schwangerschaft zu genießen. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch kein Bäuchlein zu sehen ist, hat der Partner bestimmt schon Ultraschallfotos von seinem Kind gesehen.