Wunderbare Hilfe für verzweifelte Frühchen-Eltern nach Geburt im Ausland

Viel zu früh kam Baby Dax im Urlaub zur Welt. Seine Eltern waren verzweifelt – siehatten Angst, dass sie sämtliche Krankenhauskosten übernehmen mussten. Dank einer Internet-Aktion bekamen sie nun Hilfe, mit der sie so nicht rechneten.

Vier Tage New York – was für eine schöne Idee. Die Briten Katie Amos (30) und Lee Johnston (29) wollten vor der Geburt ihres gemeinsamen Kindes noch einmal  als Paar eine Reise machen. Die Schwangerschaft verlief unauffällig und die Ärzte gaben der werdenden Mutter die Erlaubnis zur Fernreise. Am 26. Dezember flog das Paar los – Katie war in der 29. Schwangerschaftswoche. Doch die Reise verlief ganz und gar nicht nach Plan.

Am ersten Reisetag besuchten die beiden eine Bäckerei und wollten dann einen Spaziergang durch den Central Park machen – dann setzten die Wehen ein. Am 28. Dezember teilte Lee Freunden und Bekannten die Geburt des kleinen Dax Freunden und Bekannten mit. Dem kleinen Jungen geht es gut, er wiegt knapp 1.400 Gramm. Aber da er elf Wochen vor dem geplanten Geburtstermin zur Welt kam, wird er noch bis März im Krankenhaus bleiben müssen.

Aus fünf Tagen werden so mehrere Monate und Lee schrieb von seine Angst, dass sie nun die Krankenhaus-Rechnung von über 200.000 Dollar übernehmen müssten, er nicht wisse, wie er die Kosten für den Aufenthalt tragen könne. Als selbstständiger Fitnesstrainer droht ihm ein großer Einkommensausfall und neben den Kosten in den USA sind ja auch zu Hause in England Kosten für Miete und vieles weitere, etwa die Rückflüge, zu tragen. Seine Frau und das Kind möchte er auch nicht allein lassen.

Das erste Familienfoto ©Dax's Tale of New York/Facebook

Das erste Familienfoto ©Dax’s Tale of New York/Facebook

Freunde der beiden trafen sich noch am selben Abend und überlegten, wie Hilfe organisiert werden könne. Die Idee einer Spendenaktion wurde von Richard Crow sofort umgesetzt. Er richtete eine Facebook-Seite und eine Crowdfunding-Seite ein.

Innerhalb wenigere Tage erhielt die Seite enormen Zuspruch – mittlerweile verfolgen fast 20.000 Menschen die Geschichte des kleinen Dax. Über 15.000 Euro wurden gespendet. Die riesige Resonanz, Bericht der BBC und anderer Medien halfen sehr. Das Paar bekommt mittlerweile Unterstützung durch die britische Botschaft, die Versicherung hat erklärt, dass sie für die medizinischen Kosten aufkommen werde. Auch das Krankenhaus hat Hilfe signalisiert und die Eltern dürfen  im Gästehaus der Ronald McDonald Stiftung wohnen. Zunächst bedankten sich Richard Crow mit neuen Bilder bei allen, die halfen.

Später bedanken sich Katie und Lee Auf Facebook für die viele Unterstützung: „Wir haben uns noch nicht äußern können, weil wir uns um unseren Sohn kümmern. Und fehlen die Worte für die viele Unterstützung und können uns nicht genug bedanken.  Dank dieser Hilfe können wir uns jetzt um unseren Sohn kümmern, bis er nach Hause kommen darf. An seiner Seite sein zu dürfen, war alles was wir wollten.“

Ausdrücklich betont das Paar, dass sie nun keine weitere Spenden bräuchten – sie möchten von dem bisher gezahlten Geld nur eigene Unkosten und Dinge für ihr Baby bezahlen und den Rest an die Stiftung überweisen, die ihnen selbst vor Ort half.

Schwangere, die eine Reise antreten möchten, sollten immer Rücksprache mit ihren Ärzten halten und sich genau vor Reiseantritt erkundigen, ob eine zusätzliche Reisekrankenversicherung im Zielland nötig ist – für die USA ist das fast immer der Fall. Mehr in unserem Artikel: Reisen in der Schwangerschaft.