Welt-Aids-Tag: Kein Risiko beim Spiel mit HIV-positiven Kindern

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Eltern sehr verunsichert sind, wenn sie erfahren, dass ihre Kinder Kontakt mit Infizierten haben könnten.

Statistisch gesehen sind nur sehr wenige Kinder in Deutschland HIV-positiv, nach Schätzungen Robert-Koch- Institut (RKI) waren Ende 2013 etwa 200 Kinder betroffen. Doch gerade weil weniger Kinder betroffen sind, werden sie schnell stigmatisiert. Silke Eggers, Referentin für soziale Sicherung und Versorgung der AIDS-Hilfe, erklärt ausdrücklich, dass beim Spielen mit HIV-positiven Kindern keine Übertragungsgefahr besteht. Auch enger Körperkontakt,  Schweiß, Speichel, Tränen und Nasensekret oder volle Windeln sind nicht ansteckend. „Eltern möchten natürlich so gut wie möglich auf ihr Kind aufpassen. Zum Glück besteht aber wirklich kein Grund zur Sorge: In mehr als 30 Jahren hat es noch keine Übertragung zwischen Kindern gegeben. Nicht beim Spielen auf dem Spielplatz oder im Kindergarten, nicht in der Schule und auch nicht unter Geschwistern, die gemeinsam aufwachsen.“

Kinder brauchen Freundschaften

HIV-infizierte Kinder brauchen wie alle Kinder Freundschaften © Thinkstock

Zum Welt-Aids-Tag wurden Spielplatz-Besucher gefragt, ob sie ihr Kind  mit einem Spielzeug spielen lassen würden, dass ein HIV-positives Kind angefasst hat. Die Reaktionen zeigen, dass immer noch viele verunsichert sind – die Bundeszentrale für Aufklärung betont, dass es bisher weder in einer Kita, noch in der Schule oder auf einem Spielplatz einen Fall von einer HIV-Übertragung zwischen Kindern gegeben habe. Auch Silke Eggers betont, dass es wirklich keinen Grund gebe HIV-positive Kinder vom gemeinsamen Spielen auszuschließen. „HIV-positive Kinder brauchen diese Freundschaften genauso wie alle anderen – gemeinsam spielen und Spaß haben, das hilft auch dabei, normal aufzuwachsen!“

Beitrag von Welt-Aids-Tag.

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