Verbraucherschutz warnt vor spionierendem Spielzeug

Europäische Verbraucherschützer warnen eindringlich vor der Puppe “Cayla” und dem Roboter “i-que” – das Spielzeug könne Kinder und ihre Daten ausspionieren.

Interaktives Spielzeug begeistert Kinder. Eltern, die  so etwas auf dem Wunschzettel finden, sollten allerdings skeptisch sein, denn der europäische Verbraucherverand Beuc warnt deutlich vor bestimmten Produkten. Diese könnten zu Spionen im Kinderzimmer werden.

Die Puppe “Cayla” und dem Roboter “i-que”sind mit einer App mit dem Internet verbunden, so kann das Spielzeug Geschichten erzählen, Spielvorschläge machen und hat Anworten auf Fragen wie: “Was ist das größte Tier der Welt” oder “Welche Frisur passt zu mir?”. Die App sucht eigenständig die Antworten im Netz und lässt sie von der Puppe sprechen.

Doch durch diese Technik können sich Dritte recht einfach und auch auf große Distanz mit dem Kind unterhalten – mit der Stimme des Spielzeugs. Der norwegische Verbraucherband Forbrukerrådet hat dies eindrucksvoll dokumentiert. Die Produkte verstießen zusätzlich gegen EU-Recht, den die Kunden müssten zustimmen, dass ihre Daten – und die ihrer Kinder – für personalisierte Werbung genutzt und alle Informationen an Dritte weitergegeben werden.

Alles, was das Kind dem Spielzeug anvertraut, kann aufgezeichnet werden und wird mit einer Spracherkennungs-Software an eine Firma in den USA geschickt, die ebenfalls das Recht an den Daten und an der Weitergabe hat. Auffällig sei auch, dass die Puppe und der Roboter für bestimmte Produkte Schleichwerbung machten.  So betont “Cayla”, wie sehr sie Disney-Filme liebt.

Laut Beuc wollen Verbraucherverbände aus den Niederlanden, Norwegen, Frankreich, Schweden, Griechenland, Belgien und Irland bei nationalen Verbraucherschutz- oder Datenschutzbehörden Beschwerde einreichen.

In Deutschland werden “Cayla” und “i-Que” von der Firma “Vivid” vertrieben. Die hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Warnung von beuc: Hier im englischen Original