Übergewicht in der Schwangerschaft führt zu größeren Babys

Die Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten US-amerikanischen Studie zeigen, dass übergewichtige Schwangere häufiger auch übermäßig große Kinder bekommen. Bisher wurde nur ein klarer Zusammenhang zwischen Schwangerschaftsdiabetes und der Größe des Kindes gesehen.

Eine US-amerikanische Studie stellte einen Zusammenhang zwischen übergewichtigen Müttern und besonders großen Babys fest: Mütter die in der Schwangerschaft übergewichtig sind, bekommen eher schwerere Kinder, als normalgewichtige Schwangere.

Ein sehr großes Baby erhöht das Risiko für Mutter und Kind, nicht nur während der Geburt. Frauen mit besonders großen Babys müssen sich bei der Geburt häufiger einem Kaiserschnitt unterziehen, es kommt öfters zu Blutungen als bei normal großen Kindern und das Baby kann außerdem im Geburtskanal stecken bleiben. Auch das spätere Leben des Kindes ist beeinflusst. Große Babys tendieren später eher zu Übergewicht, was zu weiteren gesundheitlichen Problemen wie Diabetes und Bluthochdruck führen kann.

Die Studie des Kaiser Permanente Southern California Department of Research and Evaluation beleuchtet die Daten von mehr als 9.800 Frauen, die in der Klinik zwischen 2005 und 2010 entbunden haben. 60 Prozent der Frauen waren übergewichtig oder fettleibig, ungefähr 20 Prozent litten an einer Schwangerschaftsdiabetes. Übergewichtigkeit, bzw. Fettleibigkeit wurden in der Studie über den Body Mass Index ermittelt. Lag dieser zwischen 25 und 30, wurden die Frauen als übergewichtig eingeordnet, lag er über 30 als fettleibig.

Gewicht in der Schwangerschaft

Studie zu Übergewicht in der Schwangerschaft (Foto: Thinkstock)

Die Studie zeigte, dass Frauen mit einer sogenannten Schwangerschaftsdiabetes größere Kinder bekamen. Schwangere die an dieser Diabetesart erkranken, haben zusätzliche Glukose in ihrem Blut, welches über die Plazenta an das Baby abgegeben wird. Das Ungeborene wird so mit zu viel Zucker versorgt, welcher zu einem übermäßigen Wachstum führt.

Aber auch übergewichtige Frauen ohne Schwangerschaftsdiabetes brachten mit einer 65 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit schwerere Kinder zur Welt als normalgewichtige Frauen. Bei fettleibigen Frauen ohne Schwangerschaftsdiabetes liegt diese Wahrscheinlichkeit sogar bei 163 Prozent. Die schweren Kinder waren nicht nur besonders groß, sondern hatten auch einen zu hohen Fettanteil in Relation zu ihrem Gesamtkörpergewicht.

Die Studie zeigt, dass alleine schon Übergewicht in der Schwangerschaft und Fettleibigkeit der Mutter dazu beitragen können, dass das Kind übermäßig wächst, ohne dass Frauen an einer Schwangerschaftsdiabetes leiden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch andere Nährstoffe, die durch die Plazenta an das Ungeborene abgegeben werden, zu Veränderungen in der Physiologie und dem Stoffwechsel des Kindes führen können.

(Quelle: www.care.diabetesjournals.org)

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