TÜV warnt vor billigem Schwimmspielzeug für Kinder

Von billigem, stark riechenden Schwimmspielzeug sollte man unbedingt die Finger lassen, wie ein aktueller Test des TÜV Rheinland zeigt.

Der TÜV Rheinland hat 50 Wasserspielzeuge und Babyschwimmsitze zum einem Preis bis 10 Euro getestet. Die Produkte wurden in Souvenir- und Strandshops an Urlaubsorten in Deutschland, Spanien, Italien, Griechenland, Belgien und den Niederlanden gekauft und chemischen Tests sowie einem Sicherheitstest im Labor unterzogen. Dabei wurden die Wasserspielzeuge auf die europäischen Mindeststandards hin geprüft.

Das Ergebnis: 20 der getestete Produkte dürften in Europa gar nicht verkauft werden, da sie die Mindeststandards nicht erfüllen. Warum sie doch in den Länden landen, liegt laut dem TÜV daran, dass die Kontrollen in einigen Ländern nicht scharf genug seien. Bei den Tests lösten sich unter anderem verschluckbare Kleinteile wie Ventilstöpsel. Schwimmsitze kippten beim Ziehen um und in sechs der getesteten Produkte fand der TÜV eine hohe Menge unterschiedlicher Schadstoffe.

Insbesondere bei Schwimmsitzen sollten die Käufer Wert auf Qualität legen, denn wenn der Sitz im Wasser umkippt, kann das zum Ertrinken des Kleinkindes führen. Beim Kauf sollte man daher darauf achten, dass der Sitz mehrere Luftkammern und einen tiefen Schwerpunkt hat, damit er nicht kentern kann.

Außerdem sollte man Schwimmspielzeug besser vor dem Urlaub im Fachhandel kaufen, denn hier wird eine Qualitätssicherung durchgeführt. Von extrem billigen Produkten rät der TÜV ab, da sie im Test merklich schlechter abgeschnitten hatten. Auch auf Gütesiegel sollte man achten. Außerdem rät der TÜV vom Kauf ab, wenn das Spielzeug stark riecht. Dünne Folie lässt ebenfalls auf schlechte Qualität schließen. Das Herkunftsland ist für die Qualität allerdings nicht ausschlaggebend. 75 Prozent der getesteten Produkte kamen aus China; darunter gab es auch gute und sichere. Hier hat der  TÜV weitere Kauftipps bei Wasserspielzeugen zusammengefasst.

Seit 2009 hat der TÜV den Test bereits vier Mal durchgeführt. Dabei sei ein leichter positiver Trend zu erkennen. 2009 waren 60 Prozent der Produkte durchgefallen, 2010 immerhin nur noch 35 und 2012 40 Prozent.