Trotzanfall: Mutter und Kind müssen Supermarkt verlassen

Der dreijährige Maximilian bekam im Supermarkt einen Trotzanfall. Er und seine Mutter mussten den Laden verlassen, die Begründung dafür löst bei Eltern nur Kopfschütteln aus …

Kindliche Wutanfälle können furchtbar sein. Für alle Beteiligten. Gerade in Supermärkten können sie immer wieder regelmäßig beobachtet werden, denn viel zu oft möchten Kinder einfach zu gern Dinge aus dem Regal ziehen,  bestimmte Dinge haben oder einfach gern weglaufen. Erlauben die Eltern das nicht, wird häufig mit Tränen und Brüllen reagiert. Situationen, die Eltern ziemlich stressen. Doch eine Mutter in Hamburg musste nun erfahren, dass ihr trotziges Kind nicht nur ihre Nerven, sondern sogar die Sicherheit eines Supermarktes gefährdet.

Annett Gerstenberg und ihr Sohn Maximilian fuhren an einem Freitag gegen 17 Uhr zum Supermarkt.  Maximilian war im Auto eingeschlummert, seine Mutter musste ihn wecken. „Normalerweise würde ich in so einer Situation nicht einkaufen gehen“, sagt Annett Gerstenberg in einem Interview der „Hamburger Morgenpost“. Doch es war nichts mehr zu Essen im Haus und so blieb der Mutter keine Wahl.

Ein Wutanfall als Sicherheitsrisiko im Supermarkt? (c) Thinkstock

Ein Wutanfall kann für Eltern und Kind  eine Herausforderung sein (c) Thinkstock

Schon am Eingang des Rewe-Marktes zeigte Maximilian, wie unbegeistert er war: er brüllte, strampelte und warf sich auf den Boden. Ein Mann kam und stellte sich neben die Mutter und ihr tobendes Kind, das sich nicht beruhigen ließ. Wortlos beobachte er die beiden. Die genervte Mutter fragte ihn schließlich, was das solle. Der Mann erklärte, dass er der Supermarkt-Detektiv sei. „Er sagte, er sei für die Sicherheit des Geschäfts zuständig. Und die würde ich gefährden. Dann forderte er mich auf, den Laden zu verlassen!“

Der Detektiv blieb dicht bei der Mutter und Sohn, bis die beiden gefährlichen Menschen das Geschäft verließen. Die Mutter ärgerte sich über diese Rausschmiss: „Kinder sind nun mal manchmal bockig. Das ist doch ganz normal! Ich frage mich, ob dort auch Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung vor die Tür gesetzt werden?“

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Die Filialleitung der Marktes erklärte später, der Detektiv habe nur helfen wollen. Das Brüllen hätte sich so angehört, als benötige das Kind Unterstützung. Wie genau da Schweigen hilfreich war, wurde nicht gesagt.

Ein klärendes Gespräch zwischen Mutter und Supermarkt-Detektiv soll nun stattfinden. Ob der Mitarbeiter beim nächsten Wutzwerg dann gelassener reagiert?

Einkaufsbummel mit Babys und Kleinkindern sind immer eine Herausforderung. Unsere besten Tipps für Eltern sind im Artikel Einkaufen mit Kindern und Babys: Tipps für das Abenteuer Supermarkt

 

 

Antworten auf

  1. Katharina Wlodarczyk 7. September 2015 an 15:23 #

    Ich glaub das hätte mir nicht passieren dürfen. Das ist ja ne Frechheit.

  2. Ursula Hiss 17. Mai 2016 an 14:17 #

    einfach Erziehungssache habe 7 Kinder so was ist mir nie passiert

  3. Indigo 29. Mai 2016 an 16:31 #

    Das geht ja noch, mir würde direkt Diebstahls understellt weil mein Kind ein Baguette gegessen und einen Apfelsaft getrunken hat, Sachen die Ich schon vorher gekauft hatte, Also schon Tage vorher.Dann würde mir die Option eingeräumt die “ Waren“ zu zahlen oder auf die Polizei zu warten. Ich meine dann sie können gerne die Polizei rufen, ändert aber nichts daran dass Ich die Sachen schon vorher hatte.
    Nach einer ewig langen Diskussion und dem nachweisen und abgleichen von Bons konnte Ich dann gehen, aber nicht ohne noch zu sagen dass dies mein letzter Einkauf in dem Laden war, nach fast 13 Jahren! Eine Mail ging unmittelbar danach an die Geschäftsleitung.

  4. Kunigunde 15. Juli 2016 an 14:12 #

    Hat alles zwei Seiten, denke ich. Auch Mitarbeiter eines Supermarktes sind nur Menschen und haben auch Nerven! Möchte nicht nachrechnen, wieviele Kinder in Supermärkten Wutanfälle bekommen und rumschreien. Viele Eltern schreiten nicht mal ein oder machen auch nicht mal den Versuch, das Kind zu beruhigen. Ist natürlich auch für die Eltern nicht immer leicht, aber gegen „moderne Erziehung“ habe ich auch was. Manche lassen ihre Kinder auch mit verschmierten Händen alles anfassen und sind dann auch noch empört, wenn eine Verkäuferin das unterbinden möchte. Eltern sehen es immer von ihrer Position und finde alles kinderfeindlich, aber man muß auch mal das ganze sehen.

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