Klassische Sieger: Top-Vornamen 2016

Marie, Elias, Sophie und Alexander – die beliebtesten Vornamen des letzten Jahres sind Klassiker. Die Gesellschaft für deutsche Sprache wertete die Namen von über 650 Standesämtern aus.

Klassische Namen sind noch immer bei Eltern besonders beliebt. Favoriten im Jahr 2016 waren Marie und Elias. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS).

Mehr als eine Millionen Einzelnamen, die von rund 650 Standesämtern übermittelt wurden, hat die GfdS ausgewertet. „Die Klassiker sind die Sieger“, so GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels in Wiesbaden.  Eltern bleiben den angesagten Vornamen treu – unter den beliebtesten zehn Vornamen ist kein Neuansteiger – allerdings war der Jungenname Elias noch nie auf Rang Eins der Namensliste. Die GfdS unterscheidet nicht zwischen den ersten und den folgenden Vornamen, daher ist das jährliche Ergebnis immer ein wenig abweichend von dem des Namensforschers Knud Bielefeld.

Der Trend geht zu seltenen Namen

Auffällig ist, dass Eltern sich häufig ungewöhnliche Vornamen für ihren Nachwuchs wünschen und auch die Spitzenreiter prozentual gesehen wenig vergeben wurden. Ungewöhnliche Namen, die von den Standesämtern grünes Licht bekamen waren Fips, Kuddel oder Twain.  Die Gesellschaft für deutsche Sprache wird von den Standesämter häufig um Rat gebeten – die Namen Shaggy, Urmel, Ferrari und Bandito wurden abgelehnt. „Eltern wollen ihren Kindern nichts Böses“, erklärt GfdS-Mitarbeiterin Frauke Rüdebusch. Woher der Trend zu seltenen Namen käme?  „Das Kind ist für seine Eltern etwas ganz Besonderes – vielleicht soll sich dies auch im Namen widerspiegeln“, so Rüdebusch. GfdS-Geschäftsführerin Andrea -Eva Ewels rät allerdings: „Kinder wollen meist nicht auffallen.“

Infografik: Die beliebtesten Vornamen 2016 | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Linktipp: Ausführliche Auswertung der GfdS zu beliebten Vornamen 2016

Ungewöhnliche Vornamen 2016