Tochter am Rastplatz vergessen: Achtjährige sei „allgemein sehr ruhiges Kind“

Eltern fahren gerade zur Urlaubszeit lange Strecken mit ihren Kindern. Ein laut Polizei „spezieller“ Fall ereignete sich am Wochenende in Baden-Württemberg.

Eine Autofahrt mit Kindern kann eine ganz schöne Geduldsprobe sein. Zwischen Essens-, Trinken-, Spielewünschen und einer ausgefallenen Klimaanlage zerreißen so manche Nervenenden, die sich dann bei der Ankunft soweit erholen dürfen, bis die Rückfahrt ansteht. Ganz und gar nicht so verlief es bei einem Paar, das sich gemeinsam mit ihrer 8-jährigen Tochter am Samstag auf dem Weg nach Stuttgart auf der A5 bei Neuenburg am Rhein befand. Im Gegenteil – sie vergaßen ihre Tochter am Rastplatz der Autobahn.

Symbolfoto (Getty Images)

Die Tochter sei laut Aussage der Eltern ein sehr ruhiges Kind – so ruhig, das keiner der beiden bemerkte, dass sie das Kind am Rastplatz vergessen hatten. Erst nach einigen Minuten auf der Autobahn bemerkten sie, dass ihre Tochter fehlte und noch auf dem Rastplatz sein musste. Jeder der beiden hatte sich auf den jeweils anderen verlassen – aber keiner hatte kontrolliert, ob das Mädchen denn auch wirklich auf dem Rücksitz saß.

Die Eltern kehrten sofort um und alarmierten die Polizei. Die Beamten vor Ort hatten bereits einen Notruf erhalten und sich auf den Weg zum Rastplatz an der A5 gemacht: Eine Autofahrerin hatte das Mädchen, das verzweifelt nach ihren Eltern suchte, bereits auf dem Parkplatz bemerkt und die Polizei gerufen. Sie kümmerte sich um die 8 Jährige bis die Polizei eintraf.

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Anschließend klärte sich der Vorfall auf. Nach Aussage der Eltern sei die Achtjährige ein „allgemein sehr ruhiges Kind“, so dass beide Elternteile zunächst davon ausgegangen waren, dass ihre kleine Tochter auf der Rückbank saß.

Der Polizeisprecher in Freiburg betitelte den Vorfall als „speziell“. Gegen die Eltern werde aber nicht ermittelt – die dreiköpfige Familie konnte nach dem Vorfall weiterfahren.

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