Stiftung Warentest – Nahrungsergänzungsmittel für Kinder wenig geeignet

Großes Versprechen und k(l)eine Wirkung: Stiftung Warentest hat zwölf Nahrungsergänzungsmittel für Kinder getestet. Sie sollen angeblich günstige Effekte auf das Gehirn haben. Einen wirklichen Nutzen konnte die Stiftung jedoch nicht ausreichend belegen.

Stiftung Warentest hat für seine Februar-Ausgabe 2013 „Pillen für die Schule“ genauer unter die Lupe genommen. Die Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln, Tabletten oder Pastillen sollen bei Kindern für kluge Köpfe sorgen. Doch die Ernährungs­spezialisten der Stiftung Warentest können den zwölf getesteten Produkten nur wenige günstige Effekte für das Gehirn zusprechen.

Bei den meisten Präparaten handelt es sich um Nahrungs­ergän­zungs­mittel, die Omega-3-Fett­säuren aus Seefisch enthalten. Andere enthalten zusätzlich Omega-6-Fett­säuren aus Pflanzen und weitere Substanzen. Dass die Einnahme von Omega-Fett­säuren über diese Pillen fürs Lernen und mehr Konzentration von Nutzen sei, konnte die Stiftung kaum belegen. Insgesamt bekamen alle geprüften Nahrungsergänzungsmittel die Bewertung „wenig geeignet“.

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder in der Schule im Test

Stiftung Warentest untersucht Nahrungsergänzungsmittel für Kinder (© Thinkstock)

Es geht auch ohne Pillen: Stattdessen empfiehlt Stiftung Warentest, den natürlichen Bedarf an Omega-Fett­säuren über die Nahrung zu decken. Ein bis zwei Mahl­zeiten in der Woche mit fettem Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele dürften hierfür reichen. Will der Nachwuchs keinen Fisch essen, können auch Lein- und Rapsöl oder täglich ein paar Walnüsse helfen.

Der ausführliche Artikel Nahrungsergänzungsmittel für Kinder erscheint in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift test 2013.