Bundesnetzagentur verbietet „smarte“ Kinderuhren – Eltern sollen Uhren vernichten

Die Bundesnetzagentur verbietet den Verkauf von Kinderuhren mit Abhörfunktion – solche Uhren sind sogenannte Smartwatches, die mit einer SIM -Karte ausgestattet zum Abhörinstrument werden. Auch der Besitz solcher Uhren ist damit strafbar.

Die Bundesnetzagentur verbietet den Verkauf von Kinderuhren mit Abhörfunktion – solche Uhren sind sogenannte Smartwatches, die mit einer SIM -Karte ausgestattet zum Abhörinstrument werden können.

Über eine App können Eltern solche Kinderuhren nutzen, um unbemerkt die Umgebung des Kindes abzuhören. Sie sind als unerlaubte Sendeanlage anzusehen sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Uhren verfügen über eine SIM-Karte und eine eingeschränkte Telefoniefunktion, die über eine App eingerichtet und gesteuert werden kann. Eine solche Abhörfunktion wird als „Babyphone“- oder „Monitorfunktion“ bezeichnet. So kann der App-Besitzer bestimmen, dass die Uhr unbemerkt vom Träger eine beliebige Telefonnummer anruft. Es können also unbemerkt die Gespräche des Uhrenträgers abgehört werden, was mit dem neu erlassenen Verbot unter Strafe steht. Auch der Besitz einer solchen Uhr steht unter Strafe.

Bundesnetzagentur verbietet "smarte" Kinderuhren (Symbolfoto: © Getty Images)

Bundesnetzagentur verbietet „smarte“ Kinderuhren (Symbolfoto: © Getty Images)

Uhren sind zu vernichten

Die Bundesnetzagentur rät speziell Schulen, verstärkt auf Uhren mit Abhörfunktion bei Schülern zu achten. Die Uhren sind zu vernichten – Eltern wird geraten, die Uhren eigenständig unschädlich zu machen und Vernichtungsnachweise aufzubewahren. Wie ein Vernichtungsnachweis im Falle eines Anschreibens durch die Bundesnetzagentur geführt werden kann, ist hier zu finden. Wir berichteten an dieser Stelle schon einmal über Verbot von Kinderspielzeug mit Abhör-Funktionen.

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