Pilotprojekt: Zahnärzte und Gynäkologen betreuen gemeinsam Schwangere

In Schleswig-Holstein informieren künftig Frauenärzte werdende Mütter mit einem zahnärztlichen Kinderpass über zahnmedizinische Vorsorgemaßnahmen.

In Schleswig-Holstein werden künftig Frauenärzte den zahn­ärztlichen Kinderpass zusammen mit dem Mutterpass an Schwangere ausgeben, um so über zahnmedizinische Vorsorgemaß­nahmen zu informieren.

„Langjährige Prophylaxebemühungen der Zahnärzteschaft haben erreicht, dass inzwischen die Mehrzahl der Kinder naturgesunde Milchgebisse hat“, sagte Martina Walther, Kammervorstand Prävention der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein.

Schwangerschaft und Zahnarzt

Pilotprojekt in Schleswig-Holstein: Zahnärzte und Gynäkologen betreuen gemeinsam Schwangere (© panthermedia.net mathom)

Der Landesverband der Frauenärzte sehe darin eine Unterstützung zur Aufklärung. So könne damit einer Schwangerschaftsgingivitis und der Keimübertragung auf das Kind bei werdenden Müttern vorgebeugt werden.

Laut Zahnärztekammer führen derzeit ungesunde Ernährung, zuckerhaltige Getränke und mangelnde Zahnpflege bei Kindern unter drei Jahren zu einem Anstieg von Karies.

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„Frauenärzte und Zahnärzte sind sich völlig einig, dass Vorsorge für alle schon früh in der Schwangerschaft beginnen muss. Denn das gemeinsame Ziel ist Zahngesundheit für Mutter und Kind!“, betont Zahnärztekammerpräsident Dr. Michael Brandt.

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