Schmerzensgeld wegen Ohrlöchern bei einer Dreijährigen

Nach der Diskussion um die religiöse Beschneidung bei Jungen landete am Freitag ein ähnlicher Fall vor Gericht. Im Dezember letzten Jahres wurden der dreijährigen Leonie in einem Tattoo- und Piercingstudio Ohrlöcher gestochen. Jetzt verklagten die Eltern die Inhaberin des Studios. Die Ohrlöcher seien schief und außerdem habe die Tochter beim Stechen Schmerzen erlitten. Der Fall […]

Im Dezember 2011 ließen Eltern ihrer dreijährigen Tochter Ohrlöcher stechen. Weil die kleine Leonie dabei Schmerzen erlitten haben soll, verklagten die Eltern die Inhaberin des Tattoostudios in dem die Löcher gestochen worden waren auf Schmerzensgeld. Der Fall endete in einem Zivilprozess vor dem Amtsgericht Berlin-Lichtenberg. In einem Vergleich einigten sich die Parteien am vergangenen Freitag auf 70 Euro Schmerzensgeld für das dreijährige Mädchen.

Baby mit Ohrringen

Umstritten: Ohrlöcher bei Kindern (Symbolfoto: Digital Vision / Thinkstock)

Nach der Diskussion um Beschneidung bei Jungen in Deutschland hat auch dieser Fall eine ähnlich heftige Debatte ausgelöst. Das Gericht erwägt, den Fall zur strafrechtlichen Beurteilung an die Staatsanwaltschaft weiterzugeben. Der Vorfall kann daher nun auch noch weitere Folgen für die Inhaberin des Tattoostudios und die Eltern des Kindes haben, wenn sie sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen.

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(Quelle: www.morgenpost.de)

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