Öko-Test nimmt Inhaltsstoffe von Gummibärchen unter die Lupe

In der aktuellen Ausgabe nimmt Öko-Test 20 verschiedene Gummibärchensorten unter die Lupe. Obwohl die Mehrzahl positiv abschneidet, bemängeln die Tester immer noch, dass Verbraucher durch Deklarierungen wie „mit natürlichen Aromastoffen“ in die Irre geführt werden.

Öko-Test hat in der aktuellen Ausgabe eine nicht nur bei Kindern beliebte Süßigkeit genauer unter die Lupe genommen: Gummibärchen. Getestet wurden 20 Gummibärensorten unter anderem von Haribo, Katjes, Trolli, dem Lebensmitteldiscounter Lidl und auch Rossmann.

Dabei ging es weniger um den Zuckergehalt, der bei durchschnittlich 17 Stück Würfelzucker pro 100g liegt. Die Tester im Labor interessierten sich vielmehr für die verwendeten Farb- und Aromastoffe und deren Kennzeichnung auf der Verpackung.

Öko-Test nimmt Inhaltsstoffe von Gummibärchen unter die Lupe (Thinkstock)

Öko-Test nimmt Inhaltsstoffe von Gummibärchen unter die Lupe (Foto: Thinkstock)

Das Ergebnis fiel überwiegend positiv aus. 19 Gummibärchensorten bekamen für die Inhaltsstoffe die Note „gut“. Positiv fiel auf, dass bis auf den Hersteller Bären Treff in allen Produkten auf künstliche Farbstoffe verzichtet wurde. Stattdessen verwenden die Firmen Frucht- und Pflanzenextrakte. Die Note „sehr gut“ wurde nur deshalb nicht vergeben, weil alle getesteten Gummibärchen Aromostoffe enthielten.

Immerhin halten sich die Hersteller an die Deklarierung der Süßigkeiten. Auf Bezeichnungen wie „veggie“, „ohne Gelatine“ oder „Halal“ (nach islamischem Recht erlaubt, also ohne Schweinegelatine) können sich Verbraucher also verlassen.

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Negativ bemerkten die Tester, dass viele Hersteller mit der Aufschrift „mit natürlichen Aromen“ werben. Die verwendeten Aromen werden aber nicht unbedingt aus der Frucht gewonnen, nach der die Gummibärchen am Ende schmecken. Die Bezeichnung bedeutet lediglich, dass die Aromen aus Ausgangsstoffen aus der Natur gewonnen werden. Das hält Öko-Test für eine bewusste Verbrauchertäuschung. Bei drei Produkten wurde außerdem natürliches Aroma ausgewiesen, aber trotzdem künstliches verwendet. Deshalb bekamen z.B. die „Gute Laune Bärchen“ von Sonnentor Biobengelchen ein „mangelhaft“.

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