Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor zu viel Nickel im Spielzeug

In vielen Kinderspielzeugen ist die zuviel schädliches Nickel – im Test fand das Bundesamt für Verbraucherschutz bis zu 200-fach überschrittene Werte. Bei Hautkontakt beim Spielen können Kinder Juckreiz, Hautrötungen und Ausschlag bekommen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat in seinem jüngsten Bericht Testwerte aus dem Jahr 2016 veröffentlicht, die sich mit dem Nickelgehalt in Baby- und Kinderspielzeug befassen. Mehr als jedes fünfte getestete Spielzeug überschritt dabei den erlaubten Grenzwert. Besonders negativ aufgefallen sind Metall- oder Modellbaukästen – bei manchen ist die Nickel-Konzentration 200mal so hoch wie erlaubt.

Für Kinder ist der Kontakt mit Nickel in manchen Fällen problematisch, da ungefähr 10% aller Kinder sensibel auf diesen Stoff reagieren. Bei häufigem Hautkontakt mit Metallspielzeug kann Nickel freigesetzt werden und zur Sensibilisierung beitragen. Eine Sensibilität kann sich bei Kontakt mit Nickel in Juckreiz, Hautrötungen und Ausschlag äußern.

Das BVL teilt auch mit, dass nicht die im Spielzeug enthaltene Gesamtkonzentration an Nickel entscheidend ist, sondern die Menge, die beim Spielen durch Kontakt freigegeben wird. Da beim Spielen meistens ein längerer Hautkontakt besteht, ist eine hohe Konzentration des Stoffes kritisch zu betrachten. Der Abteilungsleiter des BVL sagt: „Die Hersteller von Metallspielzeug müssen endlich wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Nickelgehalts in ihren Produkten ergreifen.“

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

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