Neue Studie: Stillen schützt nicht vor Nuss-Allergie-Risiko

Laut einer neuesten Studien australischer Wissenschaftler erhöhe auschließliches Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten das Nuss-Allergie-Risiko bei Kindern, damit wird die These widerlegt, dass Stillen eine schützende Wirkung vor Nuss-Allergien hätte.

Nussallergie (Bild: Thinkstock)

Weltweit nimmt die Zahl der Kinder zu, die an Nuss-Allergien leiden. Die These, dass ausschließliches Stillen von Säuglingen vor Nuss-Allergien schützen könne, sei jedoch nach Aussage australischer Wissenschaftler der Australian National University Medical Schoolnicht belegbar. In ihrer neuesten Studie haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass Kinder ein erhöhtes Risiko an Nuss-Allergien entwickeln können, wenn sie in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich gestillt werden. Eine schützende Wirkung konnte hingegen bei Kindern nachgewiesen werden, die in den ersten sechs Lebensmonaten entweder mit anderer Milch/Nahrung gefüttert wurden oder diese in Kombination mit Muttermilch erhalten haben.

An der Studie, die zwischen 2006 und 2009 erfolgte, haben 15.142 Kinder im Kindergartenalter teilgenommen, von denen 3,2 % allergisch gegen Erdnüsse waren und 3,9 % andere Nuss-Allergien entwickelt hatten. Bereits andere Studien hatten darauf hingewiesen, dass Stillen keine schützende Wirkung vor Nuss-Allergien habe.

Quelle: International Journal of Pediatrics, Volume 2012, Article ID 675724
Wissenschaftler: Academic Unit of General Practice, Australian National University Medical School – Jessica Paton, Marjan Kljakovic, Karen Ciszek, and Pauline Ding