Neue Empfehlung für Babyernährung

Was genau sollen Babys im ersten Lebensjahr zu sich nehmen? Dazu haben Experten klare Handlungsempfehlungen entwickelt, die jetzt aktualisiert wurden. Vor allem bei der Beikost gibt es eine neu wichtige Empfehlung.

Was ein Baby im ersten Lebensjahr isst und trinkt, beeinflusst seine Entwicklung. Eltern sind oft verunsichert, wie sie ein gesundes Essverhalten fördern sollen. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ hat nun die bundesweit einheitlichen „Handlungsempfehlungen zur Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen“ aktualisiert. Neu ist, dass Eltern auch Beikost nach Bedarf füttern sollen. Mengenangaben auf Verpackungen seien nur als reine Orientierungswerte anzusehen, heißt es in der Publikation.

Essen nach Bedarf - gilt auch beim Brei  © Thinkstock

Essen nach Bedarf – gilt auch beim Brei © Thinkstock

„Jedes Kind hat unterschiedliche Bedürfnisse. Und zwar nicht nur beim Stillen,“ erklärt Ernährungswissenschaftlerin Nadia Röwe vom aid-infodienst e.V., an den das „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“ angebunden ist im liliput-lounge-Interview. „Viele Eltern halten sich gerade bei Brei oder bei  Säuglingsanfangsnahrung an Mengenangaben, nicht auf das Verhalten ihres Kindes.“ Kinder sollen nicht zum  Essen animiert oder gedrängt werden. „Es reichen ein bis zwei Versuche, das Kind zu ermutigen.“ Wichtig sei es, auf die Sättigungssignale des Kindes, etwa das Wegdrehen des Kopfes, zu achten. Das Baby solle selbst entscheiden, wie viel es isst. „So können Kinder ein Sättigungs- und Hungergefühl entwickeln.“

Die detaillierten Handlungsempfehlungen im Download hier.

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