Reform: Mutterschutz für Studentinnen und Schülerinnen

Nach über 65 Jahren wird das Mutterschutzgesetz reformiert. Für Schülerinnen, Studentinnen und Frauen, die als arbeitnehmerähnlich eingestuft werden, sollen nun auch Schutzfristen gelten. Erweitert wird die Frist auch für Mütter behinderter Kinder.

Manuela Schwesig begrüßt die Reform des Mutterschutzes (c) Getty Images

Manuela Schwesig begrüßt die Reform des Mutterschutzes (c) Getty Images

Die Ausweitung des Gesetzes war monatelang umstritten. Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte kritisiert, dass sich so Schul- und Studienzeiten verlängern würden. Als Kompromiss sollen Mütter nun selbst entscheiden können, ob sie den Mutterschutz in Anspruch nehmen möchten oder Pflichtveranstaltungen und Prüfungen absolvieren wollen.

Mutterschutz gilt nun  auch für Studentinnen und Schülerinnen @ Thinkstock

Mutterschutz gilt nun auch für Studentinnen und Schülerinnen @ Thinkstock

 

Dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) reicht die Reform nicht. Denn noch immer seien Beamtinnen, Richterinnen und Soldatinnen nicht im  bundesgesetzlichen Mutterschutzrecht einbezogen. Das Bundesfamilienministerium erklärt, dass zwar für diese Berufsgruppen gesonderte Rechtsverordnungen gelten, doch auch für sie der gleiche Schutz wie für alle schwangeren und stillenden Frauen gewährleistet sei.

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