Merchandise-Spielzeug häufig mit Schadstoffen belastet

Bei einer Untersuchung von Merchandise-Spielzeug hat ÖKO-TEST bei fast der Hälfte der geprüften Artikel erhöhte Schadstoffwerte festgestellt.

Kurz vor Weihnachten hat das Verbrauchermagazin ÖKO-Test sogenanntes Merchandise-Spielzeug untersucht. Hierbei handelt es sich um Produkte die auf Charakteren aus Film- und Buchvorlagen basieren. Spielzeug in Form von Spider-Man, Lillifee, Hello Kitty oder Spongebob stehen bei vielen Kindern ganz oben auf dem Wunschzettel. Eine aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt nun, dass fast die Hälfte der Merchandise-Artikel mit gefährlichen Schadstoffen belastet ist.

Gerade Spielzeuge großer Anbieter wie Simba und Mattel lieferten bei der Untersuchung keine guten Werte. Die Merida-Ankleidepuppe aus dem Haus Mattel etwa enthält laut Testbericht polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und phosphororganische Verbindungen in erhöhten Mengen, ebenso halogenorganische Verbindungen und chlorierte Kunststoffe. Einige dieser Schadstoffe sind krebsverdächtig und allergieauslösend.

Die Figur Spongebob Stretch Me! von Simba dagegen hat Arme und Beine, die sich von Kleinkindern leicht abreißen lassen und verschluckt werden können. Außerdem ist das Spielzeug laut ÖKO-TEST zusätzlich mit krebsverdächtigen PAK belastet.

Tigerente

Des Weiteren fiel dem Verbrauchermagazin auf, dass mit Ausnahme von Lego alle Spielzeuge, zu denen ÖKO-TEST vom Anbieter ein Herstellungsland mitgeteilt wurde, aus Fernost stammten. Bekanntermaßen werden in vielen asiatischen Spielzeugfabriken Menschenrechte und Arbeitsschutzbestimmungen oft grob verletzt.

ÖKO-TEST empfiehlt Eltern, die ihren Kindern dennoch ein Produkt mit der Lieblingsfigur zu Weihnachten schenken möchten, auf  Bettwäsche oder Kissen umzusteigen. Diese haben sich im Test als schadstofffrei erwiesen. Gleiches gilt für Markenspielzeug aus Hartplastik. Im Gegensatz dazu stecken in fast allen getesteten Plüschfiguren und Puppen verschiedene Schadstoffe. ÖKO-TEST rät, hier besser auf die Merchandising-Artikel zu verzichten und stattdessen hochwertige Produkte zu kaufen.

Quelle: Pressemitteilung ÖKO-Test vom 30. November 2012