Koalition will Elternzeit mit „Elterngeld Plus“ flexibler gestalten

CDU/CSU und SPD wollen die Elternzeit flexibler gestalten: Nun hat Familienministerin Schwesig ihre Pläne zum sogenannten „Elterngeld Plus“ präsentiert. Es soll Eltern ermöglichen, das Elterngeld bis zu 28 Monate lang in Kombination mit einer geringfügigen Teilzeittätigkeit zu beziehen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) präsentierte am 21. März in Berlin die Kernpunkte zur Reform des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes „Elterngeld Plus“, das bis Ende 2014 umgesetzt werden soll.

Mit dem neuen Gesetz „Elterngeld Plus“ soll Eltern ermöglicht werden, das Elterngeld bis zu 28 Monate lang in Kombination mit einer geringfügigen Teilzeittätigkeit zu beziehen. So wollen CDU/CSU und SPD per Gesetz einen Partnerschaftsbonus von zehn Prozent des Elterngeldes gewähren, wenn beide Elternteile parallel 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten.

Elternzeit

Flexiblere Elternzeit mit „Elterngeld Plus“ (© panthermedia.net Ronald Hudson)

Mit der neuen Gesetzesnovelle „Elterngeld Plus“ wollen Union und Sozialdemokraten die Chancengleichheit von Frauen und Männern verbessern. Das erklärte Ziel sei es demnach, Frauen und Männern mehr Souveränität über ihre Zeitplanung im privaten und beruflichen Bereich zu verschaffen. Denn immer mehr Eltern mit kleinen Kindern wünschen sich eine gleichmäßige Aufteilung von Familie und Beruf.

„Wir setzen mit dem Elterngeld Plus auf einen gesellschaftlichen Trend: Viele Mütter möchten früher wieder in ihren alten Beruf einsteigen – viele Väter möchten sich gerne mehr um ihre Kinder kümmern“, erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Wir ermöglichen den Familien mehr Zeit für Familie und eine größere Flexibilität. Und mit dem Partnerschaftsbonus fördern wir die Partnerschaftlichkeit in den Familien.“

Beim Elterngeld Plus soll der Elterngeldbezug trotz Teilzeittätigkeit verlängert werden: Gehen Mutter und Vater jeweils 25 bis 30 Stunden in der Woche einer Arbeit nach und teilen sie sich somit die Betreuung ihres Nachwuchses, dann soll es einen zusätzlichen Partnerschaftsbonus in Form von vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten geben. Sie erhalten dann maximal die Hälfte des regulären Elterngelds über 24 Monate anstatt den kompletten Satz über 12 Monate ohne Erwerbstätigkeit.

Außerdem soll Eltern mit der neuen Reform mehr Flexibilität bei der Elternzeit ermöglicht werden. Bisher konnte mit Zustimmung des Arbeitgebers ein Jahr der Elternzeit auf den Zeitraum zwischen dem dritten und dem achten Lebensjahr eines Kindes übertragen werden. Dank der Neuregelung sollen dann maximal zwei Jahre auf den Zeitraum zwischen drittem und achtem Lebensjahr übertragbar werden.

Das „Elterngeld Plus“, eine das reguläre Elterngeld ergänzende Regelung also, soll ab Juli 2015 gelten und in etwa 100 Millionen Euro zusätzlich kosten.