Traumzauberbaum-Komponist Reinhard Lakomy gestorben

Der Sänger und Kinderlieder-Komponist Reinhard Lakomy ist am vergangenen Samstag verstorben. Die Liedergeschichten vom Traumzauberbaum gehören bis heute zu den beliebtesten Hörspielen für Kinder.

Am vergangenen Samstagabend ist der Sänger, Komponist und Pianist Reinhard Lakomy im Alter von 67 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Dies teilte der MDR am vergangenen Sonntag mit. Lakomy hat vor allem in der DDR Generationen von Kindern begeistert, seine phantasievollen Kinderlieder sind bis heute über die Grenzen der ehemaligen DDR hinaus beliebt. Besonders bekannt sind die Geschichtenlieder vom „Traumzauberbaum“.

Nachdem Lakomy als Jazzmusiker und Schlagersänger (z.B. „Es war doch nicht das erste Mal“, „Heute bin ich allein“) berühmt geworden war, begann er Ende der 1970er Jahre gemeinsam mit seiner Frau Monika Erhardt Musik für Kinder zu komponieren. Insgesamt entstanden 14 Schallplatten. Außerdem zahlreiche Revuen und Musicals. Am erfolgreichsten war der „Traumzauberbaum“. Vier Millionen Mal verkaufte sich bisher die Lieder- und Geschichtensammlung mit dem Regentropfen Paule Platsch, der frechen Nudel Springginkel, dem dicken Kürbis Kugel und den Waldgeistern Waldwuffel und Moosmutzel. Die Geschichten werden bis heute auch als Musikprogramm und Theaterstücke für Kinder aufgeführt.

Reinhard Lakomy

Reinhard Lakomy

Bei seinen Kompositionen der Kindermusik zehrte Lakomy aus seiner eigenen Kindheit: „Wenn Sie sich gerne an ihre eigene Kindheit erinnern, mag so etwas gelingen“, antwortete er einmal auf die Frage, woher er das Gespür für beliebte Kinder-Musik habe.

Wie seine Frau mitteilte, habe sich Lakomy vor seinem Tod noch daran gemacht, die Arrangements für seine Show umzuschreiben, damit auf der Bühne alles nahtlos ohne ihn weitergehen könne. Die „Traumzauberbaum“-Tournee des Reinhard-Lakomy-Ensembles, auf der bis November 2014 rund 60 Auftritte geplant seien, solle weitergehen.

Reinhard Lakomy bei einem Auftritt im Theater des Westens