Kinderfahrradanhänger im ÖKO-TEST 2014

Beim neuen ÖKO-TEST Kinderfahrradanhänger konnte lediglich ein einziges Modell die Untersuchung mit Testurteil „gut“ absolvieren. Alle anderen waren schlechter und gleich drei Modelle rasselten wegen Sicherheitsmängeln durch die Prüfung.

Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat erneut Kinderfahrradanhänger geprüft. Zwar gelten sie sicherer als Kinderfahrradsitze, jedoch rasselten drei der geprüften Modelle wegen gravierender Mängel in der Sicherheitsprüfung durch den Test. Alles in allem aber haben die Hersteller ihre Modelle in den letzten Jahren verbessert.

ÖKO-TEST Sieger Chariot Chinook (© ÖKO-TEST)

ÖKO-TEST Sieger Chariot Chinook (© ÖKO-TEST)

ÖKO-TEST unterzog ingesamt acht gängige Doppelsitzermodelle einem umfangreichen Praxistest und ließ die Materialien gründlich auf schädliche Inhaltsstoffe untersuchen.

Laut ÖKO-TEST sind Kinder in den Fahrradanhängern der Anbieter Thule, Burley und Zwei plus zwei weitgehend sicher aufgehoben. Nur ein Modell, der Chariot Chinook, konnte mit Testurteil „gut“ die strengen Prüfungen bestehen. Bei den vier „befriedigenden“ Modellen im Test habe der ultraleichte Burley D’Lite überzeugt. Schlecht schnitten hingegen Produkte von Kid’s Touring, Kindercar und Monz ab, die wichtige Kriterien der neuen Sicherheitsnorm nicht erfüllten.

Seit 2013 gilt europaweit eine Sicherheitsnorm für Fahrradanhänger, dennoch erfüllten drei der Fahrradanhänger gemäß ÖKO-TEST-Untersuchung nicht alle Kriterien dieser Norm. Beim Kindercar Twin Safe reiche der Seitenaufprallschutz nicht aus, beim Kid’s Tourer hatte der Kopf des Prüfdummys nach einer 180-Grad-Drehung des Anhängers Bodenkontakt und beim dritten Modell Monz Blue Bird laufe man Gefahr, an Hindernissen hängen zu bleiben.

Darüber hinaus stellte ÖKO-TEST bei den drei Modellen eine beträchtliche Schadstoffbelastung in den Materialien fest. Demnach wurden im Kids Tourer und im Kindercar hohe Mengen der Phthalate DIDP und DINP festgestellt. Dabei handelt es sich um Weichmacher, die im Verdacht stehen, Leber und Nieren zu schädigen. Im Modell von Monz konnte man Anilin nachweisen, einen Farbstoffbestandteil, der unter dem Verdacht steht, Krebs zu erregen. Weitere Infos gibt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift und auf der offiziellen ÖKO-Test-Seite.