Kinderarzt zeigt verblüffenden Trick: so beruhigen sich schreiende Babys

Was tun, wenn ein Baby sich nicht mehr beruhigen lässt? Ein Kinderarzt aus den USA hat nun einen Griff vorgestellt, mit dem sich Babys in wenigen Sekunden beruhigen lassen soll. Ob das wirklich klappt?

Baby-Kummer ist für Eltern oft kaum auszuhalten. Was tun, wenn ein Baby weint und sich einfach nicht beruhigen lassen möchte? Fast alle Eltern wünschen sich manchmal nichts sehnlicher als ein Wundermittel. Aus den USA kommt nun so ein Zaubertrick: Dr. Robert Hamilton nennt seine Methode die „The Hold“. Eigentlich fasst sie zusammen, was viele Mütter, Väter instinktiv anwenden: wippen, wiegen, körperliche Nähe und Geduld. Auch beim Pucken wird das Kind eng gefasst, damit es sich wie im Mutterleib fühlt, eine ähnliche Anleitung zum Trösten hat nun auch der kalifornische Arzt entwickelt.

Der Babyschauckler Dr. Hamilton beruhigt unglückliche Kleine mit seinem Trick (c) Robert Hamilton/youtube

Der Babyschaukler Dr. Hamilton beruhigt unglückliche Kleine mit seinem Trick (c) Robert Hamilton/youtube

Sie funktioniert so: die Arme des Babys vor seiner Brust falten, die Arme zart halten. Die kleinen Popo fest halten und das Kind in diesem Griff im 45°Grad Winkel wippen. Hört sich einfach an und scheint sofort zu klappen. Der Youtube-Clip, auf dem der erfahrene Kinderarzt seine Methode zeigt, wurde bisher schon über 9 Millionen mal geklickt.

Endlich, endlich keine schreiende Babys mehr?  Hebamme Jana Friedrich aus Berlin findet es nicht so erstaunlich, dass der Arzt die Kinder beruhigen kann: „Neutrale Personen können ein Baby oft besser beruhigen als die Eltern, die der Situation ja schon viel länger ausgesetzt sind und deren Stresslevel entsprechend höher ist.“

Auch bei ihr beruhigen sich weinende Babys rasch, wenn sie auf den Arm nimmt. „Das liegt dann aber nicht daran, dass ich eine Babyflüsterin bin, oder einen speziellen Griff verwende, sondern daran, dass das Baby merkt, dass ich entspannt und ruhig bin. Das überträgt sich auf das Baby. Es wird auch ruhig.“ Für angespannte Eltern sei das oft nicht einfach, sie haben sich so bemüht ihr Kind zu beruhigen. Für sehr angespannte und gestresste Eltern, deren Kinder auch sehr gestresst sind, wäre die „Hold-Methode“ eher keine Lösung. „Ein Wundergriff wäre natürlich zu schön.“ Aber er wirkt eben sicher nicht für Kinder, die wirkliche Schreibabys sind, eine Regulationsstörung haben, sehr hungrig sind oder aus anderen Gründen unglücklich sind. Die Eltern haben dann nichts falsch gemacht!

Mehr Informationen und konkrete Hilfe finden Eltern im Artikel: Schreibaby – so finden Eltern von untröstlichen Babys Hilfe

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