Intelligenz nicht ausschlaggebend für gute Mathenoten

Gute Mathenoten – alles nur eine Frage der Intelligenz? Eine Langzeitstudie mit mehr als 3.500 Schülern aus Bayern beweist das Gegenteil.

Was ist das Geheimnis guter Mathe-Noten? Begabung oder Fleiß? Eine Langzeitstudie mit 3.530 Schülern über sechs Jahre zeigt nun: Intelligenz spielt nur in jungen Jahren eine Rolle. Letztlich zählt allein die Motivation.

Kinder vor Tafel im Matheunterricht

Motivation wichtiger als Intelligenz (© Digital Vision)

Wie sehr das Kind selbst motiviert ist und welche Lernstrategie es verfolgt beeinflusst also die Noten. Wichtig ist, dass die Kinder nicht extrinsisch motiviert sind, das heißt beispielsweise nur für die gute Note lernen, sondern, dass sie aus sich selbst heraus Interesse und Spaß am Fach finden.

Die Studie wurde unter 3.530 bayerischen Schülern von Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität in München durchgeführt. Für die Studie wurden von der 5. bis zum 10. Klasse die Fähigkeiten von Schülern aus Haupt- und Realschule sowie aus Gymnasien im Bereich Mathematik getestet. Zusätzlich führten die Forscher Intelligenztests durch. Die Motivation erhoben sie durch einen psychologischen Test. Die Schüler wurden auch nach ihren Lernstrategien gefragt. Lernen sie Lösungsschritte nur auswendig? Versuchen sie bei Rechenaufgaben auch mit Hilfe anderer Lösungsmethoden, wie beispielsweise einer geometrischen ans Ziel zu kommen?

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Warum manche Kinder erfolgreicher sind als andere lässt sich mit dieser Studie also leicht belegen. Warum aber die einen mehr und die anderen weniger Interesse an der Materie haben, ist weiterhin unklar. Auch die für Eltern so brennende Frage, wie man denn nun sein Kind motiviert, sodass es von sich aus lernt, bleibt unbeantwortet.

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