Insolvenz: Toys R Us ist pleite

Die auch in Deutschland bekannte Spielwarenkette Toys’R’Us ist pleite und hat in den USA Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. In der offiziellen Pressemitteilung des Konzerns heißt es, dass Geschäfte außerhalb der USA und Kanada nicht von der Insolvenz betroffen seien.

Grund für die Insolvenz seien laut Toys’R’Us angehäufte Schulden. Gleichzeitig ist die Zahl der Kunden rückläufig. Das liegt einmal an der starken Verlagerung des Shoppings auf den Onlinemarkt und am großen Konkurrenten Amazon. Toys’R’Us wurde im Jahre 2005 von Investoren für 7,5 Milliarden Dollar übernommen. Daraus resultierten aufgebürdete Kredite, die der Konzern nun nicht mehr stemmen kann.

Toys R Us in Deutschland (CC BY 3.0 Photo: Andreas Praefcke / Wikimedia)

Toys’R’Us ist pleite ( CC BY 3.0
Photo: Andreas Praefcke / Wikimedia)

Das Ende von Toys’R’Us ist hiermit allerdings noch nicht besiegelt. Es sei gelungen, Zusagen über eine Finanzierung über drei Milliarden Dollar zu erhalten. Die neuen Kredite stellt ein Konsortium unter Führung der US-Bank JP Morgan zu Verfügung. Diese Kredite müssen aber noch vom Gericht genehmigt werden.

Die Geschäfte laufen erst einmal unverändert weiter, aber Kredite werden zunächst nicht bedient. Dave Brandon, Chef der Spielwarenkette, blickt hoffnungsvoll auf das Weihnachtsgeschäft. Denn hier macht der Konzern rund 40% seines Jahresumsatzes. “Wir freuen uns darauf, weiterhin ein großes Lächeln in die Gesichter von Kindern zaubern zu können”, lässt er sich in der offiziellen Pressemitteilung zitieren.

Mit 875 Filialen in den USA und über 1600 Geschäften weltweit (darunter 66 in Deutschland) ist Toys’R’Us eine der bekanntesten Spielwarenketten der Welt.

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