Immer mehr Kinder unter drei Jahren in Fremdbetreuung

Die Zahl der Kinder unter drei Jahren, die eine Kita oder Tagespflege besuchen, ist im Jahr 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Vor allem in den westdeutschen Ländern stieg die Zahl deutlich.

Knapp 662.000 Kinder unter drei Jahren wurden im März 2014 in einer Kindertagespflege oder Kindertageseinrichtung betreut, meldet das Statistische Bundesamt. Das sind 64.000 Kinder mehr – also 10,6 Prozent – als 2013. Bereits von 2012 bis 2013 erhöhte sich die Zahl der betreuten Kinder auf 6,8 Prozent. Einen Zusammenhang sieht das Statistische Bundesamt mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren seit 2013.

Immer mehr Kinder unter drei Jahren in Fremdbetreuung

Immer mehr Kinder unter drei Jahren in Fremdbetreuung (© Symbolfoto: Thinkstock)

Deutliche Unterschiede zeigten sich im Ländervergleich: In ostdeutschen Ländern besteht schon seit längerem ein hoher Betreuungsanteil, weshalb der Anstieg wesentlich geringer ist. In Sachsen-Anhalt belief sich der Anstieg nur auf 0,3 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern auf 1,5 Prozent und in Thüringen auf 1,9 Prozent. In den alten Bundesländern dagegen haben sich die Zahlen stark erhöht: In Nordrhein-Westfalen beispielsweise stieg der Wert auf 20 Prozent, in Bremen auf 17,5 Prozent.

Die meisten Kinder unter drei Jahren (immerhin 84,8 Prozent) besuchen eine Kindertageseinrichtungen. Nur 15,2 Prozent der Eltern geben ihr Kind zu einer Tagesmutter oder zu einem Tagesvater.

Die Zahlen, so das Statistische Bundesamt, seien allerdings nur vorläufige Ergebnisse, die von der Kinder- und Jugendhilfe gesammelt wurden.

  • Labolg

    Es gibt einige Probleme bei der scheinbar alternativlos propagierten Krippe (Stresshormonausschüttung, Wachstumshormonreduktion infolge Schlafmangel, Zerstörung der für die frühkindliche Sprachentwicklung wichtigen Dyadenbindung an die Mutter, auf deren Stimme der Foet bereits ab der 20. Entwicklungswoche massiv fixiert ist) hinweisen können, wodurch z. B.mangelnde Stressresistenz und Angstbewältigung, Sprachentwicklungsstörungen (Lese- Rechtschreibstörungen) und auch ADHS teilweise zurückführbar sind.
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung
    durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen
    Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage,
    Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014, ISBN 978-3-9814303-9-4]

    • Leela

      Oha… Meine Tochter ist seit sie 17 Monate alt ist in der Krippe. nicht, weil sie musste, sondern weil sie immer mit anderen Kindern zusammen sein wollte und ich ihrem fordernden Wesen und meinen Aufgaben zu Hause nicht gleichzeitig gerecht werden konnte. innerhalb von zwei Wochen war sie eingewöhnt und wollte seitdem (3/4 Jahr) nicht ein einziges Mal nicht hingehen. Sie spricht mit ihren 2 Jahren außergewöhnlich gut und zeigt auch sonst keine Anzeichen der hier geäußerten Befürchtungen. Jetzt wüsste ich gerne, lablog, ob ich da Spätfolgen zu erwarten habe. Und wer die Krippe als alternativlos propagiert. In meinem Freundeskreis gestaltet jeder die Betreuung nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten, da gibt es jede Menge Alternativen.Und jede Menge gesunde und zufriedene Kinder. Ich glaube aus meiner Erfahrung, dass es ganz einfach nicht stimmt, was lablog schreibt. Natürlich haben die Kinder in der Kita Stress, aber nur da wird er gemessen und verteufelt. Niemand misst den Stress, den ein Kind zu Hause erlebt. Wenn es z.B. nicht mit Mama spielen kann, weil sie Wäsche machen muss oder sonstwas, wobei das Kind noch nicht helfen kann. Da gibt es auch viele Konflikte, die gehen mit genau dem gleichen Stress einher. oder ist der irgendwie besser?

      • Pitti Platsch

        Auch das Zuhausehocken mit Mama ist nicht das Ideale. Genauso wie fast jede Mutter schon in Schwangerschaft und früher Mutterschaft die Isolation und Ausgrenzung aus gesellschaftlichem Leben als real und belastend empfindet. Abgesehen von der Krabbelgruppe gibt es kaum noch Kontakt zur Außenwelt und ebensowenig reale Unterstützung. Kein Wunder, dass alle überfordert sind. Schließlich ist die Kleinfamilie ein nicht besonders gut funktionierendes künstliches Konstrukt des 20. Jahrhunderts. Kinder brauchen natürlich andere Kinder. Aber genauso brauchen sie die Mutter in Reichweite. Und genauso brauchen Mütter auch andere Frauen und eine sinnvolle Tätigkeit, mit der sie sich beschäftigen können. Es ist nicht ihre Aufgabe, ihre Kinder zu unterhalten. Die Mütter sind die Basis, wo die Kinder auftanken können (wortwörtlich). Zur Beschäftigung und zum Entertainment sind andere Kinder meist besser geeignet. Kooperative Betreuung von Kindern innerhalb der Nachbarschaft würde mehr Sinn machen, als das, was uns gesellschaftlich aktuell geboten wird. Aber da kommt ja dann wieder die Problematik auf: Staatliche Förderung? Wie ist man rechtlich abgesichert, wenn was passiert? etc … Es muss auch gehen, ohne gleich Tagesmutter zu werden. Aktuell fehlt die Flexibilität, weil Kinder als unmündige Gegenstände betrachtet werden, die nicht für sich selbst verantwortlich sind. Dadurch sind die Erziehungspersonen dem ständigen Druck ausgesetzt, die Kinder von jeglichem Unheil fernhalten zu müssen. Nicht mehr entspannt, sondern nur noch ängstlich und kontrollierend. Das ist völlig unnatürlich und ungesund. Umsetzung einer kinder- und familiengerechten Gesellschaftsform müsste von der Politik anvisiert werden und entsprechend unterstützt. An den Rechtsbegriffen müsste gründlich herumgefeilt werden. Natürlich hat jeder schon instinktiv einen Blick auf Kinder und versucht, sie von Gefahrenquellen, die diese nicht einschätzen können, fernzuhalten. Aber letztlich müssen die Menschen den Weg gehen, zu erkennen, dass auch Kinder schon vollbewusste und, wenn man sie lässt, selbstverantwortliche junge Menschen sind.

        So lange man diesen Punkt nicht ändert, wird man auch in den Modellen der Kindererziehung nicht weiterkommen. Die Problematik der rechtlichen Verantwortung sowie der Unwirtschaftlichkeit (Elternzeit für mehrere Jahre? Arbeit von Zuhause-aus? …) sind wohl die Hauptgründe dafür sind, dass darüber nicht weiter nachgedacht wird. Nötig wäre es allemal. Die Schäden, die viele Kinder (nicht alle!) davontragen durch Krippe und Kita (ich bin selbst ein gebrandmarktes Kind, was das angeht und weiß, wovon ich spreche) sind aber auch nicht zu verleugnen und verdienen mehr Beachtung, als ihnen aktuell zugestanden wird.

    • Steffi Völzmann

      Ich stimme ihnen 100% zu

  • Suselinchen

    Die Qualität der Einrichtung ist entscheidend! Solange man sein Kind nicht bei Konzept-e (nach Element-i) unterbringt wuerde ich mir kein Sorgen machen!