Im Sommer gezeugte Babys bei der Geburt schwerer

Wann Kinder geboren werden hat laut einer Studie aus den USA Einfluss auf ihre Gesundheit. Babys, die im Sommer gezeugt und ab April geboren werden, seien durchschnittlich schwerer und das Risiko für Krankheiten sei geringer, so die Forscher der Princeton Universität.

US-amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Babys, die im Sommer gezeugt werden, häufiger schwerer sind. Für ihre Studie werteten Jante Currie und Hannes Schwandt von der Princeton University die Daten von mehr als 1,4 Millionen Kindern aus den USA aus.

Das Ergebnis: Kinder, die im Mai gezeugt werden, kommen häufiger früher zur Welt. Das könnte daran liegen, dass die letzten Wochen der Schwangerschaft in die Grippesaison fallen. Eine Influenza-Infektion kann eine frühe Geburt auslösen, begründen die Forscher. Babys, die im Sommer gezeugt und ab April geboren werden, sind durchschnittlich acht bis neun Gramm schwerer.

Baby am Strand

Sommerbabys statistisch bei der Geburt meist schwerer (Foto: Thinkstock)

Um auszuschließen, dass die frühe Geburt mit der Mutter anstatt mit dem Zeugungstermin zusammenhängt, betrachteten die Forscher nur Daten von Frauen, die mindestens zwei Kinder zu unterschiedlichen Jahreszeiten geboren hatten. Auch Faktoren wie Rauchen oder der Familienstand der Mütter wurden als Einfluss ausgeschlossen.

Allerdings gibt es andere Studien, die darauf hindeuten, dass der Zeitpunkt der Geburt durchaus vom sozioökonomischen Status der Mutter beeinflusst wird. Demnach gebären sozial schwächere oder weniger gebildete Mütter, Unverheiratete oder Frauen, die einer Minderheit angehören, eher in den Wintermonaten, die für ihre Kinder schlechtere gesundheitliche Aussichten bedeuten