Tropenmediziner warnen: Stechmücken übertragen Hundehautwurm in Deutschland

Forscher haben Larven des Hundehautwurms in deutschen Stechmücken gefunden. Über die Mücken kann sich der Wurm auch auf Menschen übertragen und bei ihnen in seltenen Fällen eine Hirnhautentzündung hervorrufen.

Forscher des Hamburger Bernhadt-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) haben in Stechmücken aus Brandenburg die Larven des Hundehautwurms gefunden. Das BNI warnt daher vor einer möglichen Übertragung auf den Menschen. Bisher sind Infektionen bei Menschen nur in Südeuropa, Asien und Afrika bekannt. Die Funde in deutschen Stechmücken begründen die Wissenschaftler mit dem Klimawandel und der Einführung infizierter Hunde aus den betroffenen Ländern nach Deutschland.

Stechmücken können Hundehautwurm übertragen (© Thinkstock)

Stechmücken können Hundehautwurm übertragen (© Thinkstock)

Nisten sich die Larven des Hundehautwurms beim Menschen ein, so kann dies in seltenen Fällen zu einer Hirnhautentzündung führen. Da der Hauptwirt des Wurms aber Hunde sind, sterben die Larven nach einer Übertragung auf den Menschen meist ab. Daher würden Mediziner im Falle einer Infektion nach Angaben des BNI meist nur „wandernde Schwellungen und Knotenbildung an der Haut […] oder frühe Parasitenstadien am Auge“ finden, die dann operiert werden müssen.

Bisher sind Infektionen bei Menschen in Deutschland allerdings nicht bekannt. Es gibt aber bereits Hunde, die von dem Parasit befallen sind. Ein Befall ist meist schwer zu diagnostizieren, da die Hunde den Wurm bis zu sieben Jahre in sich tragen können und meist keine Symptome aufweisen. Eine Infektion kann in einigen Fällen an Juckreiz, Hautentzündungen und knotigen Veränderungen beim Hund bemerkt werden. Wie Sie sich gegen Stechmücken schützen können, erfahren Sie in Ihrer Apotheke.