Frankfurt: erstes zertifiziertes Perinatalzentrum in Westdeutschland

Das Universitätsklinikum Frankfurt ist als erstes hessisches und gleichzeitig erstes westdeutsches Perinatalzentrum zertifiziert worden. Neben den Kliniken in Halle und Leipzig gehört es damit zu den drei ersten zertifizierten Zentren in Deutschland.

Als erstem Krankenhaus in Hessen sowie in Westdeutschland überhaupt ist dem Klinikum der J.W. Goethe-Universität am 17. Januar das Zertifikat als Perinatalzentrum überreicht worden. Gemeinsam mit Halle und Leipzig ist es damit eines der drei ersten zertifizierten Zentren in Deutschland.

Die Zertifizierung von Perinatalzentren unterliegt einer strengen Prüfung durch eine unabhängige Gesellschaft. Wissenschaftliche Fachgesellschaften haben das Zertifizierungssystem entwickelt, da sich in den vergangenen Jahren auch Kliniken Perinantalzentren nannten, die wichtige Standards nicht erfüllen. Dazu gehören eine jährliche Mindestanzahl von betreuten Frühgeborenen und eine Kinderklinik, die im Hause der Geburtsklinik angesiedelt ist.

Frankfurter Uniklinik: Zertifizierung als Perinatalzentrum

Die Leiter des Frankfurter Perinatalzentrums bei der Zertifikatsübergabe: (v.l.n.r.) Prof. Rolf Schlösser, Prof. Frank Louwen und Prof. Udo Rolle

Von den spezialisierten Zentren profitieren besonders frühgeborene Kinder, Neugeborene mit angeborenen Erkrankungen und Fehlbildungen und auch in der Schwangerschaft erkrankte Mütter.

Das Frankfurter Universitätsklinikum ist außerdem für seine Expertise im Bereich von HIV-Schwangerschaften bekannt. Es ist eines der größten Schwerpunktzentren für die Betreuung der Schwangeren und ihrer gefährdeten Kinder in Deutschland. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe DreiFACH+ am HIV-Center kümmert sich um eine optimale Behandlung. Frankfurt gehört auch zu den wenigen deutschen Zentren, die Frauen mit HIV die Möglichkeit der normalen Geburt anbieten. Vergangenen Freitag und Samstag richtete das HIV-Center der Klinik die „Fachtagung HIV und Schwangerschaft“ aus.