Fasten in der Schwangerschaft: Folgen über Generationen

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Fasten während der Schwangerschaft nicht nur zu einem geringeren Geburtsgewicht führt, sondern auch generationenübergreifende Effekte haben kann.

Dass Ärzte vom Fasten in der Schwangerschaft abraten ist nicht neu, jedoch offenbart eine neue Studie: Fasten in der Schwangerschaft führt nicht nur zu einem geringen Geburtsgewicht, sondern kann auch generationenübergreifende Folgen haben. Ihre Studienergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler vor kurzem im American Journal of Human Biology.

Obwohl sich schwangere Frauen während der Fastenzeit oder des Ramadans normal ernähren dürfen, nehmen viele aufgrund religiöser oder sozialer Gründe am Fasten teil. Daher untersuchten die Wissenschaftler mögliche Effekte. Für die Studie wurde das Geburtsgewicht von 1.321 Neugeborenen gemessen (682 Jungs und 639 Mädchen), die in Gafsa geboren wurden, einer kleinen Stadt in Tunesien.

Fasten in der Schwangerschaft

Fasten in der Schwangerschaft (© Creatas)

Es zeigte sich, dass Babys, deren Mütter während der Fastenzeit selbst noch Föten waren, kleiner und dünner sind sowie eine kleinere Gebärmutter haben, als Neugeborene, deren Mütter keine Föten während der Fastenzeit waren. Die Babys waren ca. 93 g leichter, und zwar unabhängig von ihrem Geschlecht. Die Analyse offenbarte ebenfalls, dass Babys, deren Mütter im letzten Trimester fasteten, ca. 89 g leichter waren als alle anderen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Veränderungen der Lebensweise wie das Fasten generationenübergreifende Effekte haben können. Den kompletten Bericht zum Thema können Interessierte als pdf-Datei hier nachlesen.

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