Eltern haben höhere Lebenserwartung

Macht es glücklich, Kinder zu haben? Eltern zu sein verlängert auf jeden Fall die Lebenswerwartung, das fanden nun Forscher heraus …

Schlaflose Nächte, herumfliegende Legosteine und dieses riesige Glückgefühl, wenn sich eine kleiner warmer Körper an einen schmiegt: keine Frage, Kinder beeinflussen das Leben ihrer Eltern. Das es aber auch die Lebenserwartung davon abhängt, ob man Nachwuchs hat oder nicht, das ist neu. Doch genau das fanden schwedische Forscher heraus. Die Wissenschaftler um Karin Modig vom Karolinska Institutet in Stockholm untersuchten, welchen Einfluss Elternschaft auf das Lebensalter hat und kamen zu einem interessanten Ergebnis, das sie nun im  „Journal of Epidemiology and Community Health“veröffentlichten. Ausgewertet wurden dafür die Daten von Eltern und kinderlosen Erwachsenen der Jahrgänge 1911 bis 1925. Gesundheitliche Aspekte, die das Leben verlängern können, wurden extra dabei aus der Statistik bereits herausgerechnet.

Eltern leben länger – weil sie mehr Unterstützung bekommen oder mehr lachen? ©Thinkstock

Das Fazit der Forscher: Eltern haben durchgehend ein niedrigeres Sterberisiko  als Kinderlose. Laut der Untersuchung haben 60-Jährige Väter noch eine Lebenserwartung von weiteren 20,2 Jahren,  kinderlosen Männern dagegen  18,4 Jahre. Die 60-Jährigen Mütter hätten im Schnitt noch noch 24,6 Jahre vor sich, kinderlosen Frauen 23,1 Jahre. Der Unterschied sei also bei Männern größer als bei Frauen, am größten sei er bei alleinstehenden Männern.

Warum Eltern länger leben? Das zeigt die Studie nicht auf. Die Leiterin Karin Modig hat allerdings eine Idee: „Kinder unterstützen ihre Eltern in sozialen Dingen, etwa bei der Suche im Internet oder bei der Wahl eines Arztes. Außerdem beeinflussen die Kinder positiv den Lebensstil ihrer Eltern und stehen ihnen emotional bei. Das wird im Alter immer wichtiger.“

Oder liegt es daran, dass Kinder glücklich machen oder Eltern im Alter die Stille genießen? Es bleiben noch ein paar Fragen offen.