Vollzeitmütter verdienen mehr Anerkennung

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Vollzeitmütter müssen sich oft ziemlich fiese Fragen gefallen lassen. Dieser Post einer Mutter bekam schon über 700.000 Likes und verdient noch mehr…

Ach, einfach nur Zuhause sein …  „Was machst du bloß so den ganzen Tag?“ wird Ryshell Castleberry oft gefragt. Die Mutter aus Florida ärgert sich immer wieder über diese Frage an sie als „stay-at-home Mom“. Also schrieb sie auf Facebook ein kleines Tribut für alle Vollzeitmütter, die „nur“ Hausfrauen sind.  Dieser Post begeistert nun weltweit Mütter – und Väter.

Er hat mittlerweile über  700.000  Likes und wird viel geteilt. Denn die Worte berühren. Übersetzt liest es sich so:
“ Meine Frau arbeitet nicht.
Meine Frau arbeitet nicht !!!

Unterhaltung zwischen Ehemann (E) und Psychologe (P):
P: Wo arbeiten Sie, Mr. Rogers.
E: Ich bin Angestellter in einer Bank.
P: Und ihre Frau?
E: Die arbeitet nicht, die ist Hausfrau.
P: Wer kümmert sich morgens bei Ihnen um das Frühstück?
E: Meine Frau, die arbeitet ja nicht.
P: Wann steht Ihre Frau auf?
E:  Sie steht früh auf, weil ja einiges erledigt werden muss. Sie schmiert die Pausenbrote, kümmert sich darum, dass die Kinder sich anziehen und fertig machen, frühstücken und ihre Schulsachen alle zusammen haben. Sie kümmert sich um das Baby, wickelt es und stillt es.
P: Wie kommen Ihre Kinder zur Schule?
E: Meine Frau bringt sie, sie arbeitet ja nicht.
P: Was macht sie, wenn die Kinder in der Schule sind?
E: Damit sie nicht immer hin- und herfahren muss, fährt sie meist direkt danach einkaufen oder kümmert sich um andere Besorgungen. Manchmal vergisst sie auch etwas dann muss sie mit dem Baby noch einmal los. Wenn sie wieder zuhause ist, bekommt das Baby Brei, muss gestillt und gewickelt werden, dann räumt sie die Küche auf, macht die Wäsche und kümmert sich um den Haushalt. Sie arbeitet ja nicht.
P: Wenn Sie nach Feierabend nach Hause kommen, was machen Sie dann?
E: Mich ausruhen. Ich bin ja erschöpft, weil ich den ganzen Tag in der Bank gearbeitet habe.
P: Was macht Ihre Frau?
E: Sie kocht das Abendesssen, macht den Abwasch, kümmert sich um den Hund und die Kinder. Guckt nach Hausaufgaben. Und dann bringt sie die Kinder ins Bett, füttert und wickelt das Baby. Wenn das in der Nacht weint, steht sie auf. Sie muss ja nicht arbeiten.

Nach dieser Geschichte schreibt Ryshell, wie sehr es sie ärgert, dass Familienarbeit eben nicht als Arbeit gesehen wird, sie sei schließlich Frau, Mutter, Ehefrau, Tochter, Wecker, Köchin, Chauffeurin, Babysitter, Krankenschwester, Coach und noch vieles mehr. Sie habe nie frei und bekäme kein Gehalt.  „Eine Frau ist wie Salz, wird meist gar nicht wahrgenommen, aber wenn sie fehlt, schmeckt alles fade.“

Viele Kommentare schließen sich ihr an. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die vor allem ein Umdenken bei Vätern und in der Gesellschaft fordern.

Uns erinnert der Post an den unser Stellenangebot Mutter. Wer bewirbt sich? Die Stelle ist übrigens auch von zwei Elternteilen jeweils in Teilzeit zu besetzen.