Die verrücktesten Vornamen aus dem Jahr 2014

Unser Baby soll etwas ganz besonders sein und darum braucht es einen ganz ausgefallenen Namen – das denken immer mehr Eltern. Die Standesämter erlauben auch ungewöhnliche Namen, wie etwa Früchtegott und Schnuckelpupine. Die neuesten Trends wurden jetzt veröffentlicht.

Maximilian und Sophie sind auch im Jahr 2014 die beliebtesten Vornamen, die Eltern für ihren Nachwuchs wählten. Damit haben sich die Trends der Namensgebung nicht sehr verändert, wie die Auswertung der Universität Leipzig zeigt. Auch Marie, Alexander und Paul stehen auf der Beliebtheitsskala bei Eltern noch immer ganz oben, teilte das Namenkundliche Zentrum der Universität mit.

Die Bandbreite der Vornamen in Deutschland sei sehr groß, erklärt Gabriele Rodriguez von der Leipziger Namenberatungsstelle. Im Jahr 2014 wären 21.152 unterschiedliche weibliche Vornamen und insgesamt 20.362 verschiedene männliche Vornamen vergeben wurden. Dabei werde die Vielfalt der Vornamen immer größer und Eltern bei ihrer Wahl immer kreativer.

Ben und Emma gehören zu den beliebten Babynamen 2014 © Thinkstock

Ben und Emma gehören zu den beliebten Babynamen 2014 © Thinkstock

Ein kleines Mädchen hört nun auf den Namen Juli-Summer. Ob sie auch im Sommer geboren wurde, ist nicht bekannt. Auch die Eltern von Sunshine und Soleil waren bei der Namenswahl offensichtlich von gutem Wetter inspiriert.

Für die kleine Xantippe bleibt zu wünschen, dass sie ihrer berühmten Namensvetterin in ihren Charakterzügen nicht zu ähnlich gerät. Die Frau des antiken Philosophen Sokrates war berüchtigt für ihre zänkische und vor allem streitsüchtige Art. Auch der kleine Nero hat in dem Kaiser des römischen Reiches ein geschichtsträchtiges Vorbild. Ebenso werden sich wohl Aphrodite, Napoleon und Jesus im späteren Leben den ein oder anderen Kommentar gefallen lassen müssen.

Schon viel moderner sind dagegen Pepper-Ann, auch bekannt aus einer Zeichentrickserie aus den 90ern oder Nemo, der berühmte Fisch aus dem Hause Disney. Auch Macdonald und Messi haben zeitgenössische Vorbilder. In der Liste der ungewöhnlichsten Vornamen finden sich aber auch Lafayette, Fürchtegott, Schnuckelpupine und Prinz-Gold.

Bei der Suche nach dem geeigneten Namen orientieren sich Eltern häufig an Filmschauspielern oder literarischen Figuren. Aber auch das soziale Umfeld, regionale Einflüsse, Bildungsstand und der Einfluss der Medien spielten eine große Rolle, sagt die Expertin. Trotz einiger extravaganter Namen ist eine Tendenz zu traditionellen Vornamen zu erkennen. Beliebt sind vor allem altdeutsch-germanische Vornamen wie Karl, Carl, Richard und Ida, Frieda sowie Frida. Aber auch Namen aus „dem englischen  und angloamerikanischen Raum wie etwa Lennox, Maddox, Jason sowie Emily, Amy, Summer und Melody“ finden sich in den Hitlisten der Vornamen. Ganze 20 Prozent der eingetragenen Vornamen stammen aus dem Ausland, geführt von dem Namen Mohamed in verschiedenen Schreibvarianten. Auffallend sei auch gewesen, dass Namen, die in den 70er und 80er Jahren beliebt waren, nun wieder häufiger vorkommen. So haben die Forscher vermehrt die Namen Sabine, Nicole, René und Stefan gefunden. Gleichzeitig sei der Anteil der Namen gestiegen, die durch einen Bindestrich verbunden seien.

Auch der Namensforscher Knud Bielefeld veröffentlicht jährlich seine Namenstatistik. Seiner Auswertung zufolge war Ben im Jahr 2014 das vierte Mal hintereinander der beliebteste Vorname für Jungen. Bei den Mädchen führte der Name Mia seine Top Ten Liste an.

Hier haben wir weitere ungewöhnliche Vornamen gefunden.  Eltern sollten bei der Namenswahl gut überlegen, denn den Vornamen zu ändern ist sehr schwierig. Eine komplette Änderung ist nur aus gutem Grund möglich. Den wird die erwachsene Schnuckelpupine vermutlich nicht lange suchen müssen.