Das ändert sich in 2018 – mehr Geld für Kinder und mehr Schutz für Schwangere

Weniger Einkommenssteuer, mehr Hartz IV und eine neue Düsseldorfer Tabelle – das ändert sich 2018.

Kindergeld: Erhöhung um 2 Euro

Das Kindergeld wird auch in diesem Jahr um monatlich 2 Euro angehoben. Die ab dem 1.1.2018 geltende Kindergeldtabelle ist hier einsehbar.

Schwangerschaft: Schutz für mehr Frauen

Ab 1. Januar 2018 gelten neue Regeln für den Mutter­schutz. Auch Schüle­rinnen, Studentinnen und Praktikantinnen stehen nun uter dem Schutz des neuen Gesetzes. Diese dürfen im Mutter­schutz nach wie vor freiwil­lig an Vorlesungen, Praktika und Prüfungen teilnehmen. Sie sind dazu allerdings nicht mehr verpflichtet.

Für Beamtinnen, Richte­rinnen und Soldatinnen sollen die Vorschriften zum Mutterschutz auf Bundes- und Landes­ebene vereinheitlicht werden.

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Frauen haben künftig auch mehr Mitspracherechte bei ihrer Arbeits­zeit. Schwangere können nun entscheiden, ob sie an Sonn- und Feier­tagen arbeiten wollen. Schwangere oder Stillende dürfen grund­sätzlich nicht zwischen 20 Uhr und 6 Uhr arbeiten. Ist die Frau damit einverstanden, kann sie bis 22 Uhr arbeiten.

Das ändert sich 2018 für Familien und Eltern (© Thinkstock)

Das ändert sich 2018 für Familien und Eltern (© Thinkstock)

Allein­erziehende: Neue Unter­halts­sätze

Minderjäh­rigen Trennungs­kindern steht ab 1. Januar 2018 mehr Mindest­unterhalt zu. Ab diesem Datum gilt die neue „Düssel­dorfer Tabelle“. Trotz der Erhöhung der Beträge befürchten Alleinerziehende eine finanzielle Verschlechterung. Denn: Die Düsseldorfer Tabelle regelt die Unterhaltssätze, die für Kinder nach einer Trennung gezahlt werden sollten. Diese Richtlinie wird vom Oberlandgericht Düsseldorf festgesetzt. Diese Unterhaltssätze werden zum Jahreswechsel nun angepasst und damit erhöht – trotzdem fürchten Alleinerziehende um eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation. Das hat damit zutun, dass nicht nur die Unterhaltssätze angepasst wurden, sondern erstmals seit zehn Jahren auch die Einkommensklassen (Mehr dazu hier).

Einführung des dritten Geschlechts

Neben den zwei Kategorien „männ­lich“ und „weiblich“ muss der Gesetz­geber bis Ende 2018 eine weitere positive Geschlechts­bezeichnung aufnehmen – etwa „inter“ oder „divers“.

Sozial­leistungen: Regelsätze steigen

Wer Arbeits­losengeld II („Hartz IV“) bezieht, erhält ab Januar 2018 mehr Geld! Der Regel­satz für Allein­stehende steigt von 409 auf 416 Euro pro Monat, also sieben Euro mehr pro Monat. Für Paare erhöht sich der Satz pro Partner um 6 Euro auf 374 Euro.

Um 5 Euro erhöht sich die Grund­sicherung für 6- bis unter 14-jährige Kinder (auf 296 Euro) und 14- bis unter 18-jährige Jugend­liche (auf 316 Euro).

Weniger Einkommensteuer

Im Jahr 2018 zahlen alle weniger Einkommens­steuer als bisher, weil der Grund­frei­betrags, bis zu dem Einkommen steuerfrei bleibt, erhöht wird. Für Singles bringt das bis zu 146 Euro weniger Steuerlast, für Paare sogar bis zu 292 Euro. Ab einem höheren Einkommen fressen allerdings gestiegene Sozial­abgaben den Steuer­vorteil auf.

Steuerzahler ersparen sich ab 2018 auch den leidigen Papierwust. Ab dem Steuerjahr 2017 müssen sie die Belege zwar aufheben, aber dem Finanz­amt nur noch nach Aufforderung vorlegen. Künftig können sie Arbeits­mittel wie PC und Büromöbel bis zum einem Preis von 952 Euro komplett im Jahr der Anschaffung abschreiben.

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