Beginn der Grippewelle in Europa

Die diesjährige Grippewelle erreicht Europa vom Süden her. In Deutschland gibt es bisher wenige Influenzafälle. Die derzeit aktiven Virustypen sind vom saisonalen Impfstoff erfasst. Laut Behörden sei eine Impfung weiterhin sinnvoll und zu empfehlen.

In diesem Jahr beginnt die Grippewelle zuerst in den südlichen Ländern Europas. Einen ersten Anstieg der Erkrankungs­zahlen meldeten bereits Bulgarien, Griechenland, Portugal und Spanien. In Deutschland hingegen ist die Grippe-Aktivität noch schwach ausgeprägt. „Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) lag insgesamt im Bereich der Hintergrund-Aktivität,“ berichtet die Arbeitsgemeinschaft Influenza.

Die virologischen Untersuchungen in ganz Europa deuten auf Virustypen hin, die vom saisonalen Impfstoff erfasst werden. So handelte es sich in Deutschland bei 50 untersuchten Proben in vier Fällen um Influenzaviren. Dreimal wurde Influenza A(H3N2) und einmal Influenza A(H1N1)pdm09 nachgewiesen.

Grippewelle in Europa im Anmarsch (© Robert Koch Institut)

Grippewelle in Europa im Anmarsch (© Robert Koch Institut)

Auch europaweit dominiert die Influenza A. Nachgewiesen wurden in allen Ländern zu zwei Dritteln Viren der Influ­enza A(H1N1)pdm09 und zu einem Drittel Viren der Influenza A/H3. Da diese Typen Bestandteil des diesjährigen Impfstoffs sind, bestehen laut European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) gute Chancen für die Schutzwirkung durch die diesjährige Impfung, für die es noch nicht zu spät sei.

Zum Schutz vor Influenza sind neben der Impfung auch eine gute Handhygiene und die Meidung von engen Kontakten zu Erkrankten wichtig. Die aktuelle Situation der Grippewelle in Deutschland können Interessierte bei der Arbeitsgemeinschaft Influenza einsehen.