Bedenkliche Schadstoffe in Kinder-Tattoos

Konsumentenschützer haben vor kurzem 14 Kinder-Tattoos unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: die so harmlos wirkenden Abziehbildchen sind schädlicher als gedacht.

Kinder-Tattoos sind schädlicher als man glauben mag: Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich haben vor kurzem 14 Kinder-Tattoos vom Umweltbundesamt Wien testen lassen und in allen Proben gesundheitlich bedenkliche Chemikalien nachgewiesen.

Kinder Tattoo

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Untersucht wurden bekannte Kinder-Tattoos, die auch in Deutschland im Handel erhältlich sind. Alle 14 Produkte wurden auf allergieauslösende, hormonwirksame, krebserregende und ätzende Substanzen wie Nickel, Blei, Organozinnverbindungen, Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Weichmacher untersucht. Zwar befinden sich die Abzieh-Tattoos für Kinder nicht ständig auf der Haut, jedoch kann es zu einer Aufnahme bedenklicher Schadstoffe kommen.

Die Ergebnisse der Kinder-Tattoo-Untersuchung:

  • Drei Tattoos überschritten die Grenzwerte der Spielzeugrichtlinien für das hormonwirksame Organozinn. Beim Trixibelle-Tattoo wurde der Wert sogar um das 16-fache überschritten.
  • Das Monster-Tattoo überschritt die laut EU-Rat-Resolution maximal tolerierbare Konzentrationen für Blei in Tätowiermitteln.
  • Neun Tattoos – Pirates, bsb, Disney Princess, Thor, Star Wars, Monster, Dino, Design und der Tattoo-Block – erreichten die maximal tolerierbare PAK-Konzentration.
  • Zwei Tattoos überschritten auch die in den Kriterien des „Geprüfte Sicherheit- Zeichens“ festgelegte PAK Höchstkonzentration für Produkte mit länger als 30 Sekunden dauernden Hautkontakt.

Die Testergebnisse der Arbeiterkammer Oberösterreich können Interessierte hier als pdf-Datei ansehen.