Taschengeld – wieviel wird in welchem Alter empfohlen (mit Taschengeldtabelle 2018)

Das kleine Taschengeld- Einmaleins für Eltern – soviel Taschengeld sollte dein Kind in seinem Alter bekommen:

Das erste selbst gesparte Geld für kleine Wünsche über die Ladentheke zu schieben, erfüllt Eltern und Kinder mit Stolz. Taschengeld wird mit zunehmendem Alter immer interessanter, löst in einigen Familien aber auch Diskussionen aus. Mit einigen Tipps und der Taschengeldtabelle gelingt der eigenverantwortliche Umgang mit den Münzen.

Taschengeld ist wichtig für dein Kind

Taschengeld hat einen bedeutenden pädagogischen Nutzen für dein Kind, denn damit lernt es den Wert des Zahlungsmittels kennen. Beim Sammeln und Ausgeben bekommt dein Nachwuchs ein Gespür dafür, was viel und was wenig ist. Es lernt teure und günstige Anschaffungen voneinander zu unterscheiden, indem es Gedankenspiele durchführt wie: „Wenn ich mir eine Tüte Gummibärchen kaufe, reicht das Geld dann noch für meine Lieblingszeitschrift?“

Taschengeld – wie viel wird in welchem Alter empfohlen? (© Getty Images)

Taschengeld fördert die Entscheidungsfreudigkeit und die Gabe, Nützliches vom nicht Notwendigen zu unterscheiden. So werden Fehlkäufe bereut und das Wunschobjekt beim nächsten Einkauf besser ausgewählt. Selbst der kleinste Nachwuchs freut sich schon, wenn es ein Schnäppchen ergattert.

Werbung

Aber das Taschengeld kann noch mehr. Wenn dein Kind schon älter ist, kann das Taschengeld dabei helfen, das Rechenverständnis zu fördern. Das Studieren der Preisetiketten und des Rückgeldes gehört ebenso dazu, wie das Haushalten. Dabei sind Kinder sehr unterschiedlich. So mancher Nachwuchs gibt nach Geldempfang direkt alles aus, andere teilen sich die Münzen ein. Eltern sollten darauf keinen Einfluss nehmen, denn das Geld steht dem Nachwuchs zur eigenen Verfügung. Gehört dein Kind zu den fleißigen Ausgebern? Das wird sich vermutlich schnell legen, wenn es bemerkt, dass danach erst mal Ebbe herrscht.

Wo ist mein Taschengeld? Regeln sind auch für Eltern da!

Bei der Auszahlung von Taschengeld müssen sich auch Eltern an Vereinbarungen halten. Dazu gehört, dass du deinem Kind das Taschengeld pünktlich und ohne Nachfragen gibst. Bei älteren Kindern eignet sich ein Monatsdatum, bei kleineren Kindern (unter 10 Jahren) sollte die Auszahlung an einem festen Wochentag erfolgen, da sie noch nicht in der Lage sind, einen ganzen Monat vorauszuplanen. An gutes Benehmen sollte die Auszahlung des Taschengeldes nicht geknüpft werden. Kinder sollten nicht zu viel Taschengeld erhalten, damit sie lernen mit dem auszukommen, was sie haben. Einen Extrabonus für Kinder, die pleite sind, gibt es nicht. Stattdessen kannst du deinem Nachwuchs Tipps geben, wie er besser mit seinem Geld auskommen kann und dass es wichtig ist, sich bei mehreren Wünschen die Summe einzuteilen.

So besser nicht – das kleine Taschengeld- Einmaleins für Eltern

  • Zwinge deinen Nachwuchs nicht, etwas vom Taschengeld zurückzulegen.
  • Erfülle deinem Kind nicht jeden Wunsch, das Taschengeld ist sonst überflüssig.
  • Halte deinen Sprössling nicht dazu an, Kaufbelege vorzulegen oder Buch zu führen.
  • Taschengeld sollte keine Belohnung oder Bestrafung sein oder an bestimmte Bedingungen geknüpft werden.
  • Abschätzende Urteile über gekaufte Sachen solltest du nicht abgeben, denn es sollte deinem Kind gefallen. Ganz egal, für wie nützlich du es ansiehst.
  • Taschengeld bleibt Taschengeld. Artikel für den Alltag wie Schul- und Kleidungsstücke sollte dein Kind nicht davon bezahlen müssen.
  • Nägel mit Köpfen: wie viel Taschengeld darf es sein?

Eltern handhaben das Taschengeld bei ihren Kindern sehr unterschiedlich. Das Bundesministerium empfiehlt eine altersgerechte Staffelung. Dabei handelt es sich aber nur um einen Richtwert, denn das Taschengeld ist von vielen Faktoren abhängig. Der Verdienst der Eltern und die Anzahl der Geschwisterkinder können Einfluss auf die Höhe des Taschengeldes haben. Viel wichtiger als der eigentliche Wert, ist der Umgang mit Geld für deinen Nachwuchs.

Übrigens: Auch wenn der Nachwuchs zumeist erst mit dem Schuleintrittsalter bewusste Kaufentscheidungen treffen kann, profitieren auch kleinere Kinder vom Taschengeld. In einem Alter von 4-5 Jahren kann mit ein paar Cents pro Woche gestartet werden. Typische Anschaffungen für Kinder sind Süßigkeiten, Spielzeuge oder Zeitschriften.

Die Taschengeldtabelle 2018 gibt einen Richtwert

Alter des Kindes Betrag in Euro
6 Jahre1,00-1,50 Euro/Woche
7 Jahre1,50-2,00 Euro/Woche
8 Jahre2,00-2,50 Euro/Woche
9 Jahre2,50-3,00 Euro/Woche
10 Jahre15,00-17,50 Euro/Monat
11 Jahre17,50-20,00 Euro/Monat
12 Jahre20,00-22,50 Euro/Monat
13 Jahre22,50-25,00 Euro/Monat
14 Jahre25,00-30,00 Euro/Monat
15 Jahre30,00-37,50 Euro/Monat
16 Jahre37,50-45,00 Euro/Monat
17 Jahre45,00-60,00 Euro/Monat
18 Jahre60,00-75,00 Euro/Monat

Die Taschengeldtabelle 2018 gibt einen Richtwert (Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Orientierungswerte für die Höhe des Taschengeldes des Beratungsdienstes Geld und Haushalt des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Anlehnung an die Empfehlung von Jugendämtern.)

Tipp: Mit einem zusätzlichen Sparschwein oder einem Sparbuch kannst du für dein Kind nebenbei etwas Geld zurücklegen. Darin können Spenden von Verwandten und Freunden gesammelt werden, um größere Wünsche für deinen Nachwuchs zu finanzieren. Dadurch lernt dein Kind, das Sparen sich lohnen kann. Taschengeldspenden sollten darin aber nicht einfließen.

Jetzt kommentieren.

Schreibe einen Kommentar