Kaiserschnitt-Fragebogen Userin 031

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1. 2) Beruf: Altenpflegerin. 3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Erleichterung, Schmerzen,Erlösung 4) Die Geburt meines Kindes Ich war mit dem Termin schon 12 Tage drüber, als man mich im Krankenhaus stationär aufnahm. An Tag 12 war nur CTG und […]

1) Ich habe 1 Kind zur Welt gebracht, davon durch Kaiserschnitt 1.

2) Beruf: Altenpflegerin.

3) Wenn ich das Wort “Kaiserschnitt” höre, fallen mir spontan folgende Begriffe ein: Erleichterung, Schmerzen,Erlösung

4) Die Geburt meines Kindes

Ich war mit dem Termin schon 12 Tage drüber, als man mich im Krankenhaus stationär aufnahm. An Tag 12 war nur CTG und Herztonkontrolle, Tag 13 das gleiche Spiel, ich hatte bis dahin nur Vorwehen, die an Tag 14 stärker wurden, aber es war aushaltbar. An Tag 14 über dem errechneten Termin sagte man mir morgens, dass die Fruchtblase prall sei und sie nun die Blase platzen lassen und dann mit Wehentropf einleiten – es begann mit 15ml/h und war schließlich am Höhepunkt an Tag 15 bei 245ml/h.

Mein Freund eilte herbei und es begann zu wirken, die Schmerzen wurden immer schlimmer, leider durfte ich nicht herunlaufen oder mich so drehen wie ich wollte. Als es für mich nach 14 Stunden Wehentropf unmöglich war, weiter zu machen, gab man mir die “Wahl” zwischen PDA und abwarten oder Kaiserschnitt, ich entschied mich für den Kaiserschnitt, doch das wurde aus mir bis heute unerfindlichen Gründen erstmal abgelehnt.

Als die PDA saß, ging es mir kurz gut, bis ca 0.00 Uhr. Dann ließ die PDA nach und die Schmerzen wurden schlimmer, so langsam bekam ich das Gefühl pressen zu müssen, die Hebamme war glücklich, dass ich sie nicht weiter anschrie:-)
Immer wieder zwischendurch bat ich um einen Kaiserschnitt – abgelehnt.

Als nach mehrmaligem Pressen sich nichts tat und meine Werte immer schlechter wurden, gaben die Hebammen mir endlich die Mitteilung, dass ich nun für den Kaiserschnitt vorbereitet werde.

Ich war so erleichtert und froh, den Rest kann ich nur bruchstückenhaft erinnern, aber den Schrei und das zerknautschte Gesicht meiner Tochter, das ist in meiner Erinnerung.

Der Kaiserschnitt war angenehm und ohne Schmerzen – währenddessen hatte ich nur ein leichtes Druckgefühl.
Nach 3 Tagen durfte ich die Klinik mit Lotte verlassen.

5) Die Indikation(en) = Gründe für meine Sectio(nes): Geburtstillstand in Pressphase, schlechte Werte und totale Erschöpfung der Mutter.

6) Hatte  ich Angst vor dem Geburtsschmerz / einer Dammverletzung?  Vor der Geburt nicht, während der Geburt wurde die Angst vor noch größeren Schmerzen immer spürbarer.

7) Hätte ich gerne vaginal entbunden?
Nein.
8) War der Kaiserschnitt für mich die ideale Form der Geburt?
Ja.
 
9) Habe ich den Kaiserschnitt als Trauma empfunden?
Nein.
  
10) Vermittelt mir mein Umfeld das Gefühl versagt zu haben?
Nein.
 
11) Meine Meinung zum Thema Kaiserschnitt:
Für mich war es die ideale Lösung und werde es wieder tun beim nächsten Kind (aber dann geplant).
 
12) Meine Kaiserschnitt-Narbe(n) ist 12 cm lang.
 
13) Spüre ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n)?
Gelegentlich juckt sie etwas.
 
14) Finde ich meine Kaiserschnitt-Narbe(n) hässlich?
Nein.
 
15) Habe ich sie gepflegt / behandeln lassen?
Nein.
 
Wir stellen genau die gleichen Fragen wie im Buch “Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht” – in Kooperation mit edition riedenburg, dem Verlag des Kaiserschnittbuchs.
 
Kaiserschnittbuch